Gesundheit

Umfrage für Krankenkasse: Jeder fünfte Erstklässler laut Eltern gestresst

  • AFP - 17. Juni 2026, 10:55 Uhr
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Unterricht in Grundschule
Bild: AFP

Etwa jeder fünfte Erstklässler in Deutschland ist nach Einschätzung seiner Eltern gestresst. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Krankenkasse KKH hervor.

Etwa jeder fünfte Erstklässler in Deutschland ist nach Einschätzung seiner Eltern gestresst. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Krankenkasse KKH hervor. Demnach haben 18 Prozent der Eltern von Sechs- bis Siebenjährigen den Eindruck, ihr Nachwuchs sei in Schule oder im Alltag gestresst. Knapp 40 Prozent glauben, dass deren Druckbelastung in den zurückliegenden ein bis zwei Jahren stieg.

Zu möglichen Stressverursachern bei Kindern im Grundschulalter zählten Probleme mit Gleichaltrigen, teilte die KKH in Hannover mit. Diese könnten etwa in der Form von Streit mit anderen Kindern, Gruppendruck oder Mobbing auftreten. 54 Prozent oder mehr als die Hälfte der Eltern sieht solche Konflikte als größere Herausforderung in Schule und Alltag.

"Mit der Einschulung beginnt ein neuer Lebensabschnitt", erklärte die KKH-Psychologin Franziska Klemm dazu. "Die Kinder müssen sich nach der Kita-Zeit auf eine neue Umgebung, ein neues soziales Gefüge mit vielen unterschiedlichen Charakteren und eine strukturiertere Art zu lernen einstellen. Da kann es zu Reibereien und Konflikten kommen." Auslöser seien dann Frustration, mangelnde Empathie und fehlende Impulskontrolle.

Es sei wichtig, Kinder bereits früh emotional zu stärken, betonte KKH-Vorstandschef Wolfgang Matz. "Denn psychosoziale Gesundheit ist keine Nebensache. Sie ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Kinder gesund aufwachsen und lernen, Beziehungen zu gestalten sowie ihr Potenzial zu entfalten." Es gehe um "entscheidende Lebenskompetenzen", Schulen und Krankenkassen müssten bei dem Thema deshalb an einem Strang ziehen.

Das Institut Forsa befragte für die KKH rund 1000 Eltern von Kindern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Das geschah im Januar und Februar.

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