Tel Aviv (dts Nachrichtenagentur) - Der ehemalige israelische Botschafter Shimon Stein kritisiert die Regierung von Benjamin Netanjahu scharf, weil sie eine Zweistaatenlösung verhindere, und erwartet von der Bundesregierung, tätig zu werden.
Der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte Stein: "Soll man israelische Minister sanktionieren? Ja, zweifelsohne - man sollte zudem nicht vergessen, wer ihr Chef ist." Zudem forderte er ein Verbot des Imports von Produkten aus dem Westjordanland. Er räumte ein, dass dies schwierig sei, weil es an die Naziparole "Kauft nicht beim Juden" denken lasse.
Nach der Verständigung zwischen dem iranischen Regime und den USA sagte Stein, Netanjahu sei mit seinen Kriegszielen vollkommen gescheitert. Über Netanjahu sagte er: "Er hat sein Land noch abhängiger von der Laune des amerikanischen Präsidenten gemacht, es weiter international isoliert. Israel befindet sich in einer desaströsen strategischen Lage, mit unvorhersehbaren Folgen."
Shimon Stein war von 2001 bis 2007 israelischer Botschafter in Berlin und ist Senior Research Fellow am Institut für Nationale Sicherheitsstudien der Universität Tel Aviv.
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Ex-Botschafter Stein fordert Sanktionen gegen Israels Regierung
- dts - 18. Juni 2026, 13:07 Uhr
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