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Drogenboss auf Flughafen in Ecuador erschossen

  • AFP - 18. Juni 2026, 14:07 Uhr
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Soldaten und Sicherheitsleute am Flughafen von Guayaquil
Bild: AFP

Vor den Augen von Passagieren ist auf dem zweitgrößten Flughafen von Ecuador ein Drogenboss von Angreifern erschossen worden. Erbitterte Kämpfe zwischen Drogenbanden haben Ecuador in das gewalttätigste Land Südamerikas verwandelt.

Vor den Augen von Passagieren ist auf dem zweitgrößten Flughafen von Ecuador ein Drogenboss von Angreifern erschossen worden. Bei dem Getöteten am Airport von Guayaquil handele es sich um Carlos Suástegui, den Anführer der Gang Las Aguilas, erklärte Innenminister John Reimberg am Mittwochabend (Ortszeit). Online verbreitete Videos zeigten einen jungen Mann, der einen anderen in den Armen hält und ruft: "Hilfe, Hilfe! Mein Vater!", während in der Nähe ein weiterer Mensch am Boden liegt.

Die Polizei nahm nach Angaben des Innenministers zwei verdächtige Jugendliche fest, zwei Schusswaffen wurden beschlagnahmt. "Wir haben acht oder zehn Schüsse gehört, wir hatten Angst", schilderte ein Zeuge dem Fernsehsender TC. Der Flughafen wurde zeitweise geräumt.

Suástegui galt als gefährlicher Krimineller. Gegen ihn wurde wegen Mordes, illegalen Waffenbesitzes und Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Nur einen Tag vor dem tödlichen Angriff auf den Drogenboss hatte der ecuadorianische Präsident Daniel Noboa wegen eines starken Anstiegs der Gewalt den Ausnahmezustand in zehn der 24 Provinzen des Landes verhängt.

Erbitterte Kämpfe zwischen Drogenbanden haben Ecuador zum gewalttätigsten Land Südamerikas gemacht. Im vergangenen Jahr lag die Mordrate nach Angaben des Innenministeriums bei 51 pro 100.000 Einwohnern, das entspricht einem Mord pro Stunde. Das Land liegt zwischen den beiden weltgrößten Kokain-Produzenten Kolumbien und Peru und hat sich zu einem wichtigen Transitland für den Drogenschmuggel Richtung USA und Europa entwickelt.

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