Brennpunkte

Mindestens drei Tote bei Schusswaffenangriff an Schule auf den Philippinen

  • AFP - 22. Juni 2026, 08:55 Uhr
Bild vergrößern: Mindestens drei Tote bei Schusswaffenangriff an Schule auf den Philippinen
Polizeiabsperrung vor der Schule in Tacloban
Bild: AFP

Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule auf den Philippinen sind nach Angaben der Polizei mindestens drei Schüler getötet worden. Fünf weitere Jugendliche wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Verdächtigen sind 14 und 15 Jahre alt.

Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule auf den Philippinen sind nach Angaben der Polizei mindestens drei Schüler getötet worden. Fünf weitere Jugendliche seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizistin Evalyn Diaz der Nachrichtenagentur AFP am Montag mit. Die beiden mutmaßlichen Schützen im Alter von 14 und 15 Jahren hätten "wahllos" in der Schule um sich geschossen und seien festgenommen worden.

Der Vorfall ereignete sich gegen 9.00 Uhr (Ortszeit, 3.00 Uhr MESZ) an der Oberschule San Jose in der Stadt Tacloban in der zentralen Provinz Leyte. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. "Wir hören, dass Mobbing das Motiv für ihr Handeln gewesen sein soll, aber wir haben sie noch nicht dazu befragt", sagte Diaz mit Blick auf die beiden mutmaßlichen Täter.

Unklar war demnach außerdem, wie die beiden Jugendlichen in den Besitz der Schusswaffen gekommen waren. "Sie befinden sich noch auf der Polizeiwache und werden im Beisein ihrer Eltern verhört, weil sie minderjährig sind", fügte die Polizistin mit Blick auf die beiden Jungen hinzu.

Das philippinische Bildungsministerium sprach in einer Erklärung von einer "Situation mit hoher Alarmstufe". Die Regierung stehe "in enger Abstimmung mit den Schulbehörden und den Strafverfolgungsbehörden, um das Gelände zu sichern".

Ein von philippinischen Medien verbreitetes Video zeigt panische Kinder, die schreien und weinen, während sie sich in einem Klassenraum verstecken. Im Hintergrund sind Schüsse zu hören. AFP konnte das Video verifizieren.

Schusswaffenangriffe an Schulen sind auf den Philippinen selten. Gezielte Waffengewalt gehört in der Provinz Leyte jedoch zum Alltag. Der legale Waffenbesitz ist in dem südostasiatischen Land zwar streng geregelt. Es existiert jedoch ein großer Schwarzmarkt für Schusswaffen.

Weitere Meldungen

Australische Polizei beschlagnahmt Rekordmenge von 2,7 Tonnen Kokain

In Australien hat die Polizei die Rekordmenge von 2,7 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, waren die Drogen in großen Plastikboxen auf einem

Mehr
41-Jährige stirbt bei Hurricane-Festival nach medizinischem Notfall

Auf dem Gelände des Hurricane-Festivals im niedersächsischen Scheeßel ist eine 41-jährige Frau aufgrund eines medizinischen Notfalls gestorben. Die Festivalbesucherin musste

Mehr
Mutmaßliche Rechtsextreme besetzen Hermannsdenkmal bei Detmold: Staatsschutz ermittelt

Am Hermannsdenkmal bei Detmold in Nordrhein-Westfalen haben mutmaßliche Rechtsextreme einen mehrstündigen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 21-jähriger Aktivist besetzte das

Mehr

Top Meldungen

Studie: Staat agiert in Energiekrisen klimaschädlich

München (dts Nachrichtenagentur) - Staatliche Entlastungsmaßnahmen in Energiekrisen stärken vor allem fossile Energieträger und wirken somit klimaschädlich. Das zeigt eine

Mehr
Mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Rund 5,5 Millionen Menschen in Deutschland sind zum Stichtag 30. Juni 2025 im öffentlichen Dienst beschäftigt gewesen. Wie das Statistische

Mehr
Mercedes-Aufsichtsratschef verteidigt Verbrenner-Kurs

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Mercedes-Aufsichtsratschef Martin Brudermüller verteidigt den Verbrenner-Kurs von Konzernchef Ola Källenius. Brudermüller sagte dem

Mehr