Brennpunkte

Isländische Walfänger töten nach zwei Jahren Pause wieder Wale

  • AFP - 22. Juni 2026, 15:33 Uhr
Bild vergrößern: Isländische Walfänger töten nach zwei Jahren Pause wieder Wale
Finnwal in einem Fjord im Norden Norwegens
Bild: AFP

Nach zwei Jahren Pause haben isländische Walfänger wieder Wale getötet. Wie der Sender RUV berichtete, handelt es sich bei den zwei Finnwalen um die ersten in Island getöteten Wale seit 2023.

Nach zwei Jahren Pause haben isländische Walfänger wieder Wale getötet. Wie der Sender RUV am Montag berichtete, handelt es sich bei den zwei Finnwalen um die ersten in Island getöteten Wale seit 2023. Daniel Jonsson vom Walfangunternehmen Hvalur sagte dem Sender, die Meeressäuger seien am Sonntagabend "erfolgreich" erlegt worden und würden nun an Land gebracht. Von Tierschützern kam scharfe Kritik.

Neben Island erlauben nur noch Norwegen und Japan den Fang von Walen zu kommerziellen Zwecken, was von Tierschützern heftig kritisiert wird. In Island war der Walfang, der immer zwischen Mitte Juni und Mitte September stattfindet, in den vergangenen zwei Jahren aber aufgrund wirtschaftlicher Probleme und sinkender Rentabilität abgesagt worden.

In dieser Saison nahm Hvalur, das eines von zwei verbliebenen Walfangunternehmen in Island ist, den Walfang dann wieder auf. Zwei Walfangschiffe legten am Freitagabend vom Hafen der Hauptstadt Reykjavik ab. Beim Auslaufen der Schiffe kettete sich an einem der Masten kurzzeitig ein Aktivist fest, um gegen den Walfang zu protestieren.

"Die ersten Finnwal-Tötungen in diesem Jahr sind erschütternd", sagte Joanna Swabe von der Tierschutzorganisation Humane World for Animals. Island habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als 1000 Finnwale getötet, obwohl es sich um eine "weltweit als gefährdet eingestufte Art" handele.

Laut einer offiziellen Empfehlung des isländischen Instituts für Meeres- und Süßwasserforschung sollen in diesem Jahr nicht mehr als 150 Finnwale erlegt werden. Im Herbst soll in Island ein Gesetzentwurf zum Verbot des Walfangs eingebracht werden. Das "Massaker" in diesem Sommer könne damit nicht mehr verhindert werden, sagte die Tierschützerin Swabe.

Weitere Meldungen

Explosion vor Mehrfamilienhaus in Berlin - Fassade und Autos beschädigt

Bei der Explosion eines Sprengkörpers vor einem Mehrfamilienhaus in Berlin sind dessen Fassade sowie mehrere geparkte Autos beschädigt worden. Verletzte gab es bei dem Vorfall

Mehr
Streit unter Erntehelfern in Nordrhein-Westfalen: Frau erstochen

Bei einem Streit unter Erntehelfern in einem Landwirtschaftsbetrieb in Nordrhein-Westfalen ist eine 40-Jährige Frau durch Messerstiche tödlich verletzt worden. Ein 25-Jähriger

Mehr
13 Tote und mehr als 60 Verletzte nach Explosion in Industriegebiet in Katar

Bei einer Explosion in einem Industriegebiet in Katar sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. 66 Menschen seien bei dem Unglück im Industriegebiet Ras Laffan verletzt

Mehr

Top Meldungen

Klingbeil drängt auf "neuen Umgang" mit China

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) drängt auf einen anderen Umgang mit China. "Wir sind da viel zu lange naiv hinterhergelaufen", sagte

Mehr
Stromnetzbetreiber sehen Erdverkabelung kritisch

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die deutschen Stromnetzbetreiber wollen offenbar keine Erdverkabelung mehr. Bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und

Mehr
Dehoga warnt vor Abschaffung der Minijobs

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Jana Schimke, warnt eindringlich davor, im Zuge der

Mehr