Die vom Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eingesetzte Rentenkommission fordert "perspektivisch" eine Rückkehr zu einem höheren Rentenniveau und will eine betriebliche Altersvorsorge zur Pflicht machen. Eine Anhebung des Renteneintrittsalters lehnt die Kommission in ihren am Freitag in Berlin veröffentlichten Empfehlungen als "verdecktes Rentenkürzungsprogramm" ab. Sie stellt sich damit in Teilen gegen die Vorschläge der von der Regierung eingesetzten Rentenkommission.
Zum Rentenniveau heißt es, dieses solle von derzeit 48 Prozent wieder auf 50 bis 53 Prozent steigen. Zusammen mit weiteren Vorsorgeelementen solle eine Nettoversorgung "von 70 Prozent des Durchschnittsverdiensts des eigenen Arbeitslebens" erreicht werden.Â
Verlangt werden zudem "bessere Übergänge für alle, die es nicht schaffen, bis zur Regelaltersgrenze vollumfänglich zu arbeiten". Für Arbeitgeber soll es eine Pflicht geben, "ihren Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge auf tariflicher Basis zu bezahlen".
Zur "solidarischen Finanzierung einer nachhaltigen Altersversorgung" empfiehlt die vom DGB eingesetzte Kommission, hohe Einkommen, große Vermögen und Kapitalerträge stärker heranzuziehen. Angesichts der alternden Gesellschaft dringt sie zudem auf die Einführung eines Demografiezuschusses des Bundes aus Steuermitteln. Eine Finanzierung über Kürzungen bei Sozialleistungen oder höhere Verbrauchssteuern wird abgelehnt.
Politik
DGB fordert höheres Rentenniveau und verpflichtende Betriebsrenten
- AFP - 26. Juni 2026, 10:14 Uhr
Die vom Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eingesetzte Rentenkommission fordert eine Rückkehr zu einem höheren Rentenniveau und will eine betriebliche Altersvorsorge zur Pflicht machen. Eine Anhebung des Renteneintrittsalters lehnt die Kommission ab.
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