Politik

Bildungsministerium setzt Kulturprogramm für ärmere Kinder ab 2028 fort

  • AFP - 10. Juli 2026, 12:05 Uhr
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Bildungsministerin Prien
Bild: AFP

Das Bundesprogramm 'Kultur macht stark' zur Unterstützung von Bildungsangeboten für junge Menschen mit wenig Zugang zu Kulturangeboten wird verlängert. Ab 2028 solle das Bundesprogramm in einer vierten Förderphase 'grundsätzlich fortgeführt werden'.

Das Bundesprogramm "Kultur macht stark" zur Unterstützung von Bildungsangeboten für junge Menschen mit wenig Zugang zu Kulturangeboten wird verlängert. Ab 2028 solle das Bundesprogramm in einer vierten Förderphase "grundsätzlich fortgeführt werden", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus dem Bundesbildungsministerium. Der aktuelle Förderzeitraum des Programms für kulturelle Bildung läuft bis einschließlich 2027, die neue Förderperiode ab 2028 dann bis 2032.

"Mit der Fortsetzung von 'Kultur macht stark' investieren wir gezielt in Kinder und Jugendliche, die wir auf ihrem Bildungsweg stärken wollen", erklärte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) gegenüber AFP. Das Programm verbessere die Bildungs- und Teilhabechancen junger Menschen, daher werde es grundsätzlich fortgeführt. "Wir entwickeln es zugleich weiter - zeitgemäß, wirkungsvoll und mit einer effizienten Förderstruktur", fuhr Prien fort.

Zur Fördersumme in der nächsten Phase äußerte sich das Ministerium zunächst nicht. Bislang wurden im Rahmen des Programms jährlich 50 Millionen Euro bereitgestellt. Die Gelder fließen zum Beispiel in Musik-, Theater- und Filmprojekte. Beteiligt sind neben diesen Kulturstätten auch Bibliotheken, Jugendzentren, Sportvereine und Migrantenverbände. Seit 2013 wurden laut Ministerium über 57.000 Projekte umgesetzt, an denen über 1,6 Millionen junge Menschen teilnahmen.

Dem Programm zufolge richten sich die Angebote an Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren, die in einer sogenannten Risikolage wie Bildungsferne, Armut oder Arbeitslosigkeit im Elternhaus leben. Die Angebote sind dabei außerschulisch, gehören also nicht zum Unterricht. Schulen können aber Bündnispartner werden.

Die Regierung setzt mit der Fortsetzung des Programms ein Ziel aus dem Koalitionsvertrag um. Das Programm soll nun inhaltlich weiter entwickelt werden und der "veränderten Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen" Rechnung tragen. Es soll nach Darstellung des Ministeriums zudem einfacher gestaltet werden und künftig Lücken zwischen den einzelnen Förderperioden vermeiden.

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