Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kritisiert den ihrer Ansicht nach zu starken Fokus von Abgeordneten auf Online-Netzwerke. Es könne nicht sein, dass das "Parlament nur noch als Bühne für das nächste Tiktok-Reel missbraucht wird und in Reden statt der Kolleginnen und Kollegen im Saal die eigenen Follower begrüßt werden", sagte sie der "Welt am Sonntag". Da gingen sie und ihre Präsidiumskollegen "sofort dazwischen".
"Das Plenum ist das Schaufenster unserer parlamentarischen Arbeit und keine Influencer-Agentur oder Klick-Ökonomie", sagte Klöckner weiter. "Kurzum: Demokratie ist nicht immer das Schnellste, aber sie hilft uns, das Schlimmste zu verhindern."
"Dauerhafte Akzeptanz entsteht nicht durch Zuspitzung und Lautstärke, sondern Verlässlichkeit und Ernsthaftigkeit", betonte die Bundestagspräsidentin. Es könne nicht sein, dass "der gewinnt, der am schnellsten auf ein Knöpfchen drücken kann".Â
Zugleich räumte die CDU-Politikerin ein, dass auf den Abgeordneten ein starker Druck durch das "Dauerfeuer" der Online-Netzwerke liege. "Leider gibt es den Trend, die eigene Entscheidung von der Wirkung auf diesen Plattformen abhängig zu machen."
Politik
Klöckner kritisiert Fokus von Bundestagsabgeordneten auf Online-Netzwerke
- AFP - 11. Juli 2026, 05:09 Uhr
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kritisiert den ihrer Ansicht nach zu starken Fokus von Abgeordneten auf Online-Netzwerke. Es könne nicht sein, dass das 'Parlament nur noch als Bühne für das nächste TikTok-Reel missbraucht wird'.
Weitere Meldungen
Im Verfahren um die Nachfolge des britischen Labour-Chefs und Premierministers Keir Starmer hat Andy Burnham sich die Unterstützung von weiteren Labour-Abgeordneten und damit
MehrDie von Frankreich und Großbritannien initiierte europäische Schutztruppe für die Ukraine soll in den kommenden Monaten erstmals gemeinsame Manöver abhalten. Diese sollten in
MehrDas ungarische Parlament hat für eine Verfassungsänderung zur Absetzung des ungarischen Präsidenten Tamas Sulyok gestimmt. Die Nationalversammlung in Budapest billigte das
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - DIHK-Präsident Peter Adrian wirbt für eine Grundgesetzänderung, um die Rechtslage für verkaufsoffene Sonntage dauerhaft zu klären. "Das
MehrMagdeburg (dts Nachrichtenagentur) - Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann spricht sich dafür aus, Minijobs für Studierende dauerhaft zu erhalten. Den Vorschlag
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fürchtet, dass ein Drittel der Kliniken das am Freitag vom Bundesrat durchgewunkene
Mehr














