Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat den neuen Entwurf zur Reform der Haftentschädigung kritisiert und fordert eine kostenlose Erstberatung für unschuldig Inhaftierte.
"Eine vergleichbare Regelung fehlt in diesem Entwurf leider", sagte der DAV mit Blick auf die von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) vorgestellten Pläne der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Ampelkoalition hatte in einem früheren Entwurf noch eine kostenlose anwaltliche Erstberatung vorgesehen, damit sich Betroffene bei der Geltendmachung ihrer Ansprüche nicht gehemmt fühlen.
Hubig hatte einen Gesetzentwurf zur Haftentschädigung vorgestellt. Demnach sollen zu Unrecht Inhaftierte künftig 100 statt 75 Euro pro Tag erhalten. Diese Verbesserung wurde vom DAV ausdrücklich begrüßt, der Verband fordert die Erhöhung der Tagessätze bereits seit Jahren. "Auch die unwürdige und zynische Regelung, Kost und Logis von der Entschädigungssumme abzuziehen, soll künftig entfallen", lobte der Verband.
Brennpunkte
DAV kritisiert Streichung kostenloser Rechtsberatung für Justizopfer
- dts - 13. Juli 2026, 17:22 Uhr
.
Weitere Meldungen
Erfurt (dts Nachrichtenagentur) - In Thüringen will die SPD den AfD-Landesverband unter ihrem Vorsitzenden Björn Höcke verbieten, der Koalitionspartner CDU lehnt das hingegen
MehrIn den vergangenen zehn Jahren sind nach einem Bericht des "Stern" mindestens 42 Menschen in Deutschland im Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Das ergab eine Abfrage des
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - SPD-Familienpolitikerin Jasmina Hostert hat in der Debatte um den staatlichen Unterhaltsvorschuss für säumige Unterhaltszahler auch
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD-Gesundheitspolitikerin Claudia Moll hält die geplante Erhöhung der Tabaksteuer für nachvollziehbar, bezweifelt aber, dass sie viele
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Wirtschaftsweise Martin Werding warnt im Streit um die Minijobs vor Panikmache. In der öffentlichen Debatte würden die möglichen Folgen
MehrOsnabrück (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundesland Niedersachsen prüft derzeit offenbar eine Beteiligung am VW-Werk in Osnabrück. Wie das Wirtschaftsmagazin Capital unter
Mehr














