Fast acht Jahre nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua wird am Donnerstag das Urteil in dem Mega-Prozess erwartet. Darin soll geklärt werden, ob die Betreiber der Morandi-Brücke das Unglück mit 43 Todesopfern hätten verhindern können. Die Staatsanwaltschaft hat für die 57 Angeklagten insgesamt 400 Jahre Gefängnis gefordert wegen fahrlässiger Tötung, Gefährdung der Verkehrssicherheit und Urkundenfälschung.Â
Am 14. August 2018 hatte ein Brückenpfeiler nachgegeben, sodass die Fahrbahn der vielbefahrenen, riesigen Brücke einbrach. Dutzende Fahrzeuge stürzten in die Tiefe. Nach Angaben des Ermittlungsrichters waren seit der Einweihung der Brücke 1967 "nicht einmal minimale Instandhaltungsmaßnahmen ergriffen" worden, um die Stahleinlagen des Brückenpfeilers zu verstärken. Inzwischen wurde die Brücke durch einen Bau von Star-Architekt Renzo Piano ersetzt.
Brennpunkte
Urteil zu tödlichem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua im Sommer 2018
- AFP - 16. Juli 2026, 04:02 Uhr
Fast acht Jahre nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua wird das Urteil in dem Mega-Prozess erwartet. Darin soll geklärt werden, ob die Betreiber der Brücke die Katastrophe mit 43 Todesopfern hätten verhindern können.
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