Ein Einbruch der Verkäufe in China und der "harte globale Wettbewerb" haben den Gewinn von BMW im zweiten Quartal deutlich geschmälert: Er schrumpfte um ein Drittel (34,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 1,2 Milliarden Euro, wie BMW am Donnerstag mitteilte. Am Mittwoch war aus Unternehmenskreisen bekannt geworden, dass der Premium-Autobauer aus München bis Ende 2027 rund 8000 Stellen von insgesamt 85.000 Stellen streichen will.
BMW erklärte am Donnerstag, der Konzern habe mit dem Betriebsrat "eine weitreichende Anpassung der Personalstrukturen inklusive eines freiwilligen Abfindungsprogramms vereinbart"; eine Stellenzahl nannte das Unternehmen nicht. Diese Anpassung sei ein "erster schneller Schritt", um den Autobauer auf "dauerhaft veränderte Rahmenbedingungen auszurichten". BMW nannte "deutliche Rückgänge im chinesischen Markt" und "weltweit zunehmend herausfordernde Umweltbedingungen", etwa die Folgen des anhaltenden Nahostkonflikts.
BMW-Chef Milan Nedeljkovic erklärte: "Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen. Daher gilt es, schlank und agil zu sein." Der Autobauer werde seine Organisation und seine Prozesse "neu gestalten".
In den ersten sechs Monaten des Jahres lieferte BMW weltweit knapp 1,16 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus, das waren 4,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal wurden knapp 591.000 Autos ausgeliefert, 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In Europa und den USA verkaufte der Autobauer sogar mehr Pkw - in China schrumpfte der Absatz im ersten Halbjahr um 20,4 Prozent, im zweiten Quartal um 30,2 Prozent.
Wirtschaft
Gewinn von BMW bricht im zweiten Quartal um ein Drittel ein
- AFP - 30. Juli 2026, 08:17 Uhr
Ein Einbruch der Verkäufe in China und der 'harte globale Wettbewerb' haben den Gewinn von BMW im zweiten Quartal deutlich geschmälert: Er schrumpfte um ein Drittel (35 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 1,2 Milliarden Euro.
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