Brennpunkte

Tote Robben vor Rügen: Todesursache bleibt in vielen Fällen unklar

  • AFP - 31. Juli 2026, 15:06 Uhr
Bild vergrößern: Tote Robben vor Rügen: Todesursache bleibt in vielen Fällen unklar
Kegelrobbe
Bild: AFP

Nach dem Auffinden einer ungewöhnlich hohen Zahl toter Robben an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns bleibt die Todesursache in vielen Fällen unklar. Dies teilte das Landesumweltministerium in Schwerin mit.

Nach dem Auffinden einer ungewöhnlich hohen Zahl toter Robben an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns ist die Todesursache in vielen Fällen unklar geblieben. Neben alters- und krankheitsbedingten Todesursachen konnten bei mehreren Tieren aufgrund der fortgeschrittenen Verwesung keine eindeutigen Aussagen mehr getroffen werden, wie das Landesumweltministerium am Freitag in Schwerin mitteilte. Bei vier Robben fanden die Fachleute Hinweise auf mögliche menschliche Einwirkungen.

Ob diese im Zusammenhang mit dem Tod der Tiere stehen oder erst nach deren Verenden entstanden seien, lasse sich nicht abschließend beurteilen. Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) erklärte, Hinweise auf mögliche menschliche Einwirkungen würden "sehr ernst" genommen. Zugleich ließen sich aus den bisherigen Befunden "keine pauschalen Schlussfolgerungen" ziehen. Backhaus warnte vor einer pauschalen Verdächtigung der Küstenfischerei Mecklenburg-Vorpommerns.

Zwischen Mai und Juli waren 20 tote Kegelrobben in der Ostsee vor allem im Bereich der Südostküste Rügens gefunden worden. Zehn der Kadaver wurden im Deutschen Meeresmuseum Stralsund untersucht, zehn weitere Tiere konnten aufgrund ihres Zustands oder der Fundumstände nicht geborgen werden.

Nach Einschätzung des Meeresmuseums fallen die Monate Mai bis August regelmäßig mit einer höheren Zahl von Totfunden zusammen, da sie in die Jungtierzeit der Kegelrobben fallen. Daher solle geprüft werden, ob sich in diesem Jahr insgesamt mehr Tiere in dem bereffenden Gebiet aufhielten, was die Häufung der Funde erklären könnte.

Weitere Meldungen

Rechnungen fingiert: Buchhalter aus Ulm zu vier Jahren Haft verurteilt

Weil er seinen Arbeitgeber in großem Stil mit gefälschten Rechnungen betrogen haben soll, ist der Buchhalter einer Firma in Baden-Württemberg zu einer Freiheitsstrafe von vier

Mehr
Ehefrau aus 22. Stock gestoßen: Lebenslange Haft wegen Mordes in Frankfurt am Main

Weil er seine Ehefrau aus dem 22. Stockwerk eines Hotels in den Tod gestoßen haben soll, ist ein Mann vom Landgericht in Frankfurt am Main zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Mehr
Unionsabgeordnete fordern nach CSD-Anschlag schärfere Gesetze

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin wächst in der Unionsfraktion des Bundestags der Druck auf die Regierung,

Mehr

Top Meldungen

Fahimi fürchtet "Prekarisierung junger Beschäftigter"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Yasmin Fahimi, warnt vor den Folgen der Abschaffung der Blockaltersteilzeit und leichterer

Mehr
Energiekonzern BP will sein Nordseegeschäft verkaufen

Der britische Öl- und Gaskonzern BP will seine Geschäftsaktivitäten in der Nordsee verkaufen. Die Nordsee spiele nach wie vor eine zentrale Rolle im britischen Energiesystem,

Mehr
Inflation im Euroraum legt zu

Luxemburg (dts Nachrichtenagentur) - Die Inflation im Euroraum legt weiter zu. Laut einer am Freitag veröffentlichten ersten Schätzung von Eurostat, dem statistischen Amt der

Mehr