Wegen des ungenügenden Schutzes von Minderjährigen auf seinen Online-Plattformen ist der US-Konzern Meta zur Zahlung von 567 Millionen Dollar (492 Millionen Euro) verurteilt worden. Mit dem Geld soll laut dem am Donnerstag im Bundesstaat New Mexico gefällten Richterspruch ein Fonds zur Unterstützung von Minderjährigen finanziert werden, die durch Online-Konsum zu Schaden gekommen seien.Â
Richter Bryan Biedscheid machte den Konzern hinter Facebook, Instagram und WhatsApp für eine "Störung der öffentlichen Ordnung" verantwortlich. Es war das erste Mal, dass diese juristische Einschätzung gegen Online-Plattformen getroffen wurde.Â
Die von Meta zu zahlenden 567 Millionen Dollar sollen laut Richterspruch über einen Zeitraum von fünf Jahren unter anderem auch in Programme zur psychischen Gesundheit und Prävention für Jugendliche fließen. Zudem müsse Meta in den kommenden Jahren Schutzmaßnahmen in seine Programme einbauen, die den Social-Media-Konsum von Minderjährige limitieren, verfügte Biedscheid.Â
Die neue Millionen-Summe kommt zu einem früheren Urteil einer Geschworenen-Jury in New Mexico hinzu. Diese war im März zu dem Urteil gekommen, dass Minderjährige auf Facebook, Instagram und Whatsapp nicht ausreichend geschützt werden. Meta wurde deshalb zur Zahlung einer Geldbuße von 375 Millionen Dollar verurteilt. Der Konzern hat gegen dieses Urteil inzwischen Berufung eingelegt.
Meta steht auch in Europa wegen seines unzureichenden Schutzes von Minderjährigen in der Kritik. Die EU-Kommission hatte den Digitalkonzern im vergangenen Monat wegen der Suchtgefahr für Kinder und Jugendliche zu Änderungen auf seinen Plattformen aufgefordert. Meta schütze Minderjährige auf den Plattformen nicht ausreichend und verstoße damit gegen die EU-Digitalgesetze, befand die Kommission.
Technologie
Ungenügender Schutz von Kindern: Meta muss in USA 567 Millionen Dollar zahlen
- AFP - 7. August 2026, 03:13 Uhr
Wegen des ungenügenden Schutzes von Minderjährigen auf seinen Online-Plattformen ist der US-Konzern Meta zur Zahlung von 567 Millionen Dollar (492 Millionen Euro) verurteilt worden.
Weitere Meldungen
Ein erneuter Vorfall mit einem KI-Modell des US-Unternehmens Anthropic hat die Risiken von eigenständig handelnder Künstlicher Intelligenz offengelegt. In einem Test legte sich
MehrWer ein neues Smartphone oder Tablet kauft und kurz darauf einen Mangel feststellt, darf bei einer Neulieferung ein fabrikneues Gerät erwarten. Das entschied das Landgericht
MehrImmer noch rund die Hälfte der Internetkundinnen und -kunden in Deutschland nutzt laut dem Vergleichsportal Verivox die veraltete DSL-Technik fürs Surfen über die
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat angesichts zunehmender Hitze einen "nationalen Kraftakt für die Wasserversorgung und die
MehrBerlin/München (dts Nachrichtenagentur) - Der Siemens-Konzern schafft im Rahmen seines "One Tech Company"-Programms offenbar hunderte Chef-Titel ab. CEO Roland Busch und der
MehrDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Das anhaltende Niedrigwasser am Rhein könnte der deutschen Wirtschaft bis Ende Oktober Produktionsverluste im Wert von rund 913 Millionen
Mehr














