Brennpunkte

Sabotage an Korvetten in Hamburg: Ermittlungen gegen Verdächtige eingestellt

  • AFP - 11. August 2026, 14:40 Uhr
Bild vergrößern: Sabotage an Korvetten in Hamburg: Ermittlungen gegen Verdächtige eingestellt
Korvette der deutschen Marine
Bild: AFP

Im Fall der versuchten Sabotage an Korvetten der deutschen Marine im Hamburger Hafen sind die Ermittlungen gegen zwei Verdächtige ohne Anklage eingestellt worden. Es blieb nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft unklar, wer die Taten ausführte.

Im Fall der versuchten Sabotage an Korvetten der deutschen Marine im Hamburger Hafen sind die Ermittlungen gegen zwei Verdächtige ohne Anklage eingestellt worden. Es habe nicht mit der rechtlich nötigen Sicherheit festgestellt werden können, wer von ihnen die Taten begangen haben könnte oder dass beide als Mittäter auf Basis eines gemeinsamen Plans zusammenwirkten, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Hamburg am Dienstag mit. Die Haftbefehle gegen die Männer waren bereits im März aufgehoben worden.

Nach früheren Ermittlerangaben war es an Bord der Korvetten im vergangenen Jahr zu verdächtigen Manipulationen gekommen, die als versuchte Sabotagehandlungen eingestuft wurden. Unter anderem war an elektrischen Anlagen auf einem Schiff die Stromversorgung unterbrochen worden, was zu Bränden hätte führen können. Alle Schäden wurden aber rechtzeitig entdeckt. Die Korvetten waren zum Tatzeitpunkt noch nicht in Dienst gestellt. Sie lagen auf dem Gelände einer Hamburger Werft.

Die beiden Verdächtigen wurden im März dieses Jahres festgenommen und kamen zeitweise in Untersuchungshaft. Den Behörden zufolge handelte es sich um einen Rumänen und einen Griechen im Alter von damals 37 und 54 Jahren. Beiden waren im Hafen beschäftigt. Zu möglichen Hintergründen der versuchten Sabotage äußerten sich die Ermittler dabei aber nicht. Korvetten sind kleinere moderne Kriegsschiffe für küstennahe Gewässer.

Der Sabotageverdacht bestätigte sich laut Generalstaatsanwaltschaft bei den umfangreichen Ermittlungen. Den Verdächtigen hätten sich mutmaßliche Tatbeiträge aber nicht "mit der für eine Anklageerhebung rechtfertigenden Sicherheit" zuschreiben lassen. Die Ermittlungen gegen sie seien daher mangels hinreichenden Tatverdachts am 3. August eingestellt worden.

Bereits im März waren die Untersuchungshaftbefehle gegen die zwei Männer aufgehoben worden, weil sich konkrete mutmaliche Tatbeiträge und Verantwortlichkeiten nicht sicher ermitteln ließen. Rechtlich bestand daher kein sogenannter dringender Tatverdacht mehr, wie es damals hieß.

Weitere Meldungen

Landwirt in Bayern bei Feldarbeiten von Traktor überrollt

Ein Landwirt ist in Bayern bei Feldarbeiten von einem Traktor überrollt worden. Der 74-Jährige erlag seinen Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei in Bayreuth am Dienstag

Mehr
Grüne werfen Regierung "Schwäche pur" gegenüber Russland vor

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, wirft der Bundesregierung gegenüber Russland eine Politik der

Mehr
UNO meldet verstärkte Luftangriffe der Militärjunta auf Zivilisten in Myanmar

Die Militärjunta in Myanmar hat nach UN-Angaben ihre Luftangriffe auf Zivilisten verstärkt. Die im Januar begonnenen Angriffe hätten seitdem "unvermindert angehalten", hieß es

Mehr

Top Meldungen

Quallenplage zwingt EDF in Frankreich zur Abschaltung von drei Akw-Blöcken

Ein massives Aufkommen von Quallen stellt den französischen Energiekonzern EDF vor Probleme: Das Unternehmen musste drei der sechs Reaktoren seines Atomkraftwerks Gravelines an

Mehr
Swiss Re: Schäden durch Naturkatastrophen gesunken - aber das Risiko steigt

Die versicherten Schäden durch Naturkatastrophen sind im ersten Halbjahr deutlich geringer ausgefallen als im langjährigen Durchschnitt - die "ruhigere erste Jahreshälfte"

Mehr
Ministerium verschiebt Bericht zum Kohleausstieg in NRW

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundeswirtschaftsministerium verschiebt den Evaluierungsbericht zum Kohleausstieg in Nordrhein-Westfalen, um die Ausschreibungen für die

Mehr