Mehrere große deutsche Medienunternehmen und Verbände haben Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesaußenminister Johann Wadephul (beide CDU) erneut aufgefordert, bei der US-Regierung gegen die geplanten Visa-Regeln für ausländische Korrespondenten zu intervenieren. Die Bundesregierung solle alle "politischen und diplomatischen Mittel" ergreifen, um "die weitere ungehinderte, freie Berichterstattung aus den USA zu gewährleisten", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Medien vom Montag.
Hintergrund ist die Ankündigung der US-Regierung von Präsident Donald Trump, die Gültigkeit von Visa für ausländische Journalisten zu begrenzen. Journalisten-Visa sollen ab dem 15. September nur für maximal 240 Tage ausgestellt werden. Sie können dann zwar verlängert werden, dies sei jedoch "umständlich und mit unklaren Prozeduren verbunden", hieß es in dem Appell weiter. Bisher waren solche Visa bis zu fünf Jahre gültig.
"Wir kennen ähnlich kurze Zeitspannen nur aus Staaten, die die Meinungsfreiheit begrenzen oder Berichterstattung erschweren wollen. Wir sind zutiefst besorgt, dass nun auch die Vereinigten Staaten diese Richtung einschlagen", erklärten die Unternehmenschefs und -chefinnen und Vorstandsvorsitzenden.
Unterzeichnet haben ihn die ARD, Deutschlandradio, ProSiebenSat.1, RTL Deutschland, die Deutsche Welle und das ZDF sowie die Verlegerverbände Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger  (BDZV) und der Medienverband der freien Presse (MVFP).
Bereits kurz nach Bekanntwerden der Pläne der US-Regierung im vergangenen September hatten Medien einen ähnlichen Appell an die Bundesregierung gerichtet. Auch international gab es Protest. Eine gemeinsame Erklärung hatten damals auch die Nachrichtenagenturen Reuters, Associated Press und AFP unterzeichnet.Â
Politik
US-Journalistenvisa: Deutsche Medien bitten Merz erneut um diplomatische Hilfe
- AFP - 24. August 2026, 16:00 Uhr
Mehrere große deutsche Medienunternehmen und Verbände haben die Bundesregierung erneut aufgefordert, bei der US-Regierung gegen die geplanten Visa-Regeln für ausländische Korrespondenten zu intervenieren.
Weitere Meldungen
Mehrere Umweltverbände haben vor der Kabinettsklausur der Bundesregierung konkrete Beschlüsse für mehr Klima- und Hitzeschutz gefordert. "Ein Weiter-so können wir uns schlicht
MehrDie Wirtschaft ruft nach Entlastungen, in der Koalition geht der Streit Sozialreformen weiter und Umweltverbände fordern Entscheidungen bei Hitze- und Klimaschutz: Vor der
MehrDie Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU), auf geplante Einsparungen bei den Rentenansprüchen für pflegende Angehörige zu verzichten, stößt bei
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor der Kabinettsklausur in Neuhardenberg spricht sich der Vorsitzende der Klimaunion und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann
MehrFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Frankfurter Finanzökonom Volker Wieland hat Aussagen der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel zum Euro als "völlig irreführende
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Forderung von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nach einer EU-weiten "Übergewinnsteuer" für Ölkonzerne ist noch keine einheitliche
Mehr














