Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Elektromobilität hat in Deutschland an Beliebtheit gewonnen.
Wie die "TÜV Mobility Studie 2026" zeigt, würde jeder vierte Bundesbürger (25 Prozent) bei einem Autokauf ein reines Elektroauto bevorzugen, ebenfalls ein Viertel (25 Prozent) ein Hybridfahrzeug und vier Prozent einen Pkw mit Wasserstoffantrieb. 35 Prozent würden weiterhin einen Verbrenner vorziehen. Und elf Prozent sind unentschlossen oder würden gar kein Auto kaufen wollen. Zudem käme es auch für fast ein Viertel (23 Prozent) derjenigen, die eigentlich einen Verbrenner oder Hybrid bevorzugen, infrage, ein reines Elektroauto zu kaufen.
Trotz der steigenden Akzeptanz gibt es weiterhin Vorbehalte gegenüber batterieelektrischen Fahrzeugen. An der Spitze stehen nach wie vor die hohen Anschaffungskosten von E-Autos, die 57 Prozent der Befragten nennen, gefolgt von einer zu geringen Reichweite (52 Prozent) und zu wenigen Ladestationen (50 Prozent). Letzteres beklagen überdurchschnittlich viele Bewohner von Großstädten (58 Prozent). Herausforderungen im Alltag sind für Besitzer von E-Autos unter anderem die deutlich geringeren Reichweiten im Winter (61 Prozent), intransparente Preise an öffentlichen Ladesäulen (49 Prozent) sowie die Vielfalt und Komplexität der Bezahlsysteme (48 Prozent).
Die Studie zeigt auch, dass der Wunsch nach einer stärkeren Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Bahnverkehrs groß ist. 76 Prozent der Befragten fordern eine intensivere Förderung des ÖPNV, während 72 Prozent dies auch für den Regional- und Fernbahnverkehr wünschen.
Grundsätzlich bleibt der Pkw das mit Abstand wichtigste Verkehrsmittel: 83 Prozent der Befragten nutzen regelmäßig ein Auto (mindestens einmal pro Woche). 63 Prozent gehen zu Fuß. Jeder fünfte Befragte (20 Prozent) ist mit einem klassischen Fahrrad unterwegs, 14 Prozent mit einem Elektrorad und ein Prozent mit dem Lastenrad. Jeder Fünfte (20 Prozent) nutzt regelmäßig den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und sieben Prozent Regionalbahnen. Motorräder kommen auf drei Prozent und E-Scooter auf zwei Prozent.
Unterschiede gibt es zwischen Stadt und Land: Die regelmäßige Autonutzung ist in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern mit 96 Prozent am höchsten. Sie nimmt mit zunehmender Ortsgröße ab, liegt aber selbst in Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern noch bei 66 Prozent. Beim Radverkehr unterscheiden sich Stadt und Land ebenfalls: Während klassische Fahrräder in Metropolen dominieren (26 Prozent), sind E-Bikes in kleinen Orten überdurchschnittlich verbreitet (18 Prozent). Ein deutliches Stadt-Land-Gefälle zeigt sich beim ÖPNV: In Orten mit weniger als 100.000 Einwohnern nutzen ihn nur 8 bis 12 Prozent mindestens einmal pro Woche. In Großstädten mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern sind es 35 Prozent, in Metropolen 47 Prozent.
Grundlage der Studienergebnisse ist eine Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 2.504 Personen ab 18 Jahren. Die Erhebung wurde vom 19. März bis 10. April 2026 durchgeführt.
Wirtschaft
Studie: Elektromobilität gewinnt an Beliebtheit
- dts - 25. August 2026, 13:08 Uhr
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