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Journalisten von US-Militärzeitung klagen gegen ihre Entlassung durch das Pentagon

  • AFP - 28. August 2026, 00:59 Uhr
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Das Pentagon in Arlington
Bild: AFP

Nach der Entlassung von führenden Mitarbeitern der traditionsreichen Militärzeitung 'Stars and Stripes' durch das US-Verteidigungsministerium gehen die drei Betroffenen juristisch dagegen vor. In einer Klage fordern sie ihre Wiederanstellung.

Nach der Entlassung von führenden Mitarbeitern der traditionsreichen Militärzeitung "Stars and Stripes" durch das US-Verteidigungsministerium gehen die drei Betroffenen juristisch dagegen vor. Wie aus einer Klageschrift hervorgeht, die die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag einsehen konnte, werfen Chefredakteur Erik Slavin, der langjährige Herausgeber Max Lederer und die Reporterin Lara Korte dem Pentagon eine "eklatante Verletzung" ihres in der US-Verfassung verbrieften Rechts auf freie Meinungsäußerung vor.

In der bei einen Bundesgericht in der Hauptstadt Washington eingereichten Klage, die sich unter anderem gegen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth richtet, ist von "außerordentlichen Zensurbemühungen" die Rede. Die drei Kläger betrachten demnach ihre Kündigung als rechtswidrig und fordern ihre Wiedereinstellung.

Laut der Klage war zunächst am 12. August Lederer vom Pentagon angewiesen worden, Slavin und Korte angesichts ihrer Äußerungen in einem CBS-Interview über die redaktionelle Unabhängigkeit von "Stars and Stripes" wegen "Ungehorsams" zu feuern. Am 21. August wurden schließlich alle drei entlassen.

Am 11. August hatte "Stars and Stripes" über die prekären Bedingungen für die Besatzungsmitglieder an Bord des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" berichtet. Der monatelange Einsatz des Schiffes in der Nahost-Krisenregion und Berichte über unhaltbare Zustände an Bord hatten für Kritik in den USA gesorgt. Der Artikel darüber löste erneut Kritik am Kurs von Präsident Donald Trump im Krieg gegen den Iran aus. 

"Stars and Stripes" berichtet seit den 1860er Jahren über Militärthemen. Die Zeitung wird zwar teilweise vom Verteidigungsministerium finanziert, wahrt aber seit langem ihre redaktionelle Unabhängigkeit.

Das von dem Republikaner Hegseth geführte Ministerium hatte in diesem Jahr mitgeteilt, es wolle die Berichterstattung von "Stars and Stripes" von "woken Ablenkungen" wegführen. Das Attribut "woke" wird in rechtsgerichteten Kreisen als Synonym für aus ihrer Sicht intolerante und extreme gesellschaftspolitische Haltungen linker Kräfte verwendet.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich das Verteidigungsministerium zunächst nicht zu der Klage.

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