Wirtschaft

Reiche fordert gebündelten Mittelstandsfonds

  • dts - 31. August 2026, 15:54 Uhr
Bild vergrößern: Reiche fordert gebündelten Mittelstandsfonds
Katherina Reiche (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) fordert eine dauerhafte Senkung der sogenannten Lohnnebenkosten in Deutschland auf unter 40 Prozent. "Ziel sollte sein, die Lohnnebenkosten wieder dauerhaft unter 40 Prozent zu drücken", schreibt Reiche in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".

Dafür brauche es eine konsequente Anpassung der Lebensarbeitszeit an die demografischen Gegebenheiten sowie Reformen der sozialen Sicherungssysteme. Auch ein flexibleres Arbeitsrecht sei notwendig, das den Unternehmen mehr Spielraum einräume und zusätzliche Beschäftigung erleichtere, schreibt Reiche.

Zudem fordert die Ministerin, mehr privates Kapital für Unternehmen zu mobilisieren. "Rund 3,5 Billionen Euro liegen auf deutschen Bankkonten. Das entspricht fast sieben Bundeshaushalten", heißt es in dem Beitrag. Zugleich müssten junge Unternehmen ihr Wachstum im Ausland finanzieren. Reiche plädiert deshalb für die Gründung eines Fonds für den deutschen Mittelstand nach dem Vorbild der US-amerikanischen Small Business Administration. "Der Fonds würde die bisherigen Förder- und Absicherungsangebote, die sich auf Bund, Länder, KfW und Bürgschaftsbanken verteilen, bündeln, privates Kapital freisetzen und Betriebsübernahmen vereinfachen", schreibt die Ministerin.

Deutschland soll nach den Vorstellungen von Reiche bis 2030 dauerhaft auf ein Wirtschaftswachstum von mehr als einem Prozent kommen. "Mein Ziel für 2030 ist klar: Deutschland wird dauerhaft wieder mehr als ein Prozent Wirtschaftswachstum generieren, und gehört zur wirtschaftlichen Spitzengruppe in Europa", schreibt sie.

Für neues Wachstum muss Deutschland nach Reiches Einschätzung vor allem auf Hochtechnologie und technologiebasierte Dienstleistungen setzen. Genannt werden unter anderem Robotik und industrielle Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik und Quantentechnologie, Biotechnologie und klimafreundliche Technologien sowie Raumfahrt und neue Kerntechnologien.

Weitere Meldungen

Gesamtmetall fordert "massive Einsparungen" im Gesundheitswesen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat sich im Streit um die "Rente mit 63" gegen die von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD)

Mehr
Inflationsrate steigt auf 2,9 Prozent

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Preise in Deutschland erhöhen sich weiter. Im August betrug die jährliche Inflationsrate voraussichtlich 2,9 Prozent, nach 2,8 Prozent

Mehr
Siegmund weist Merz-Warnung vor Investoren-Rückzug zurück

Magdeburg (dts Nachrichtenagentur) - Der AfD-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat die Warnung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor einem möglichen

Mehr

Top Meldungen

EU-Kommission zieht die Schrauben an: Strengere Auflagen für ChatGPT

Mit ChatGPT stellt die EU-Kommission erstmals ein KI-Sprachmodell unter verschärfte Beobachtung: Der KI-Chatbot des US-Unternehmens OpenAI wird als "sehr große Suchmaschine"

Mehr
Neue Förderung für autonomes Fahren geplant - ÖPNV im Fokus

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundesverkehrsministerium will mit einem neuen Förderaufruf bis zu 14 Millionen Euro für die Förderung von Fahrzeugen mit autonomer

Mehr
Ausländische Investitionen in Deutschland legen deutlich zu

Köln (dts Nachrichtenagentur) - Ausländische Unternehmen haben 2025 rund 86 Milliarden Euro in Deutschland investiert. Das entspricht einem Anstieg von 50 Prozent im Vergleich

Mehr