Finanzen

Dax startet im Minus - schwieriger September erwartet

  • dts - 1. September 2026, 09:33 Uhr
Bild vergrößern: Dax startet im Minus - schwieriger September erwartet
Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

.

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax ist am Dienstag mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.195 Punkten berechnet und damit 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze rangierten Merck, RWE und Infineon, am Ende SAP, Rheinmetall und MTU.

"Mit dem heutigen Handelstag beginnt der September. Im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre ist der September einer von nur drei Börsenmonaten, in denen die Dax-Bilanz negativ ausfällt", sagte Thomas Altmann von QC Partners. Dass das nicht zwingend ein schlechtes Omen sein müsse, habe der eben zu Ende gegangene August gezeigt. "Trotz ebenfalls negativer Durchschnittsbilanz hatte der August 2026 ein positives Ende. Dennoch ist beim Dax die Häufung negativer September-Ergebnisse in der jüngeren Vergangenheit auffällig. In den letzten sechs Jahren entwickelte sich der Dax im September nur ein einziges Mal positiv."

"Die erneute Eskalation zwischen den USA und dem Iran lässt den Ölpreis weiter ansteigen", fügte Altmann hinzu. "Hier ist gerade eine gefährliche Eskalation im Gange. Und solange der Rhythmus aus Angriff und Vergeltung nicht aufhört, wird Aufwärtsdruck auf dem Ölpreis lasten." Mit dem Ölpreis stiegen Inflationssorgen und Zinsen. Erneut gibt es bei den Staatsanleihen-Renditen neue Rekorde zu vermelden. "Besonders auffällig ist aktuell der Anstieg bei den fünfjährigen Laufzeiten. Hier stehen die Renditen deutscher Staatspapiere jetzt so hoch wie zuletzt im Jahr 2008", so der Analyst. "Was Anleger freut, wird für die Staaten jetzt zur immer größeren Belastung. Wir sehen jetzt Renditen, die teilweise über denen aus der Zeit der Eurokrise liegen. Hier steht sowohl den Staaten als auch dem Kapitalmarkt jetzt ein echter Härtetest bevor."

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1602 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8619 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 91,78 US-Dollar; das waren 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Weitere Meldungen

US-Börsen geben nach - Ölpreis legt deutlich zu

New York (dts Nachrichtenagentur) - Die US-Börsen haben am Dienstag nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 52.766 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von

Mehr
Inflationssorgen drücken Dax unter 26.000-Punkte-Marke

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.970 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,1

Mehr
Dax kämpft am Mittag mit 26.000er-Marke

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter in den roten Bereich abgerutscht.

Mehr

Top Meldungen

Hitze und Dürre: Minister Rainer stellt Erntebericht vor

Rund zwei Wochen nach der ersten Erntebilanz des Bauernverbands stellt am Mittwoch (12.00 Uhr) Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) den offiziellen Erntebericht vor. Hitze

Mehr
Venezuelas Parlament und Armee billigen milliardenschweres Öl-Abkommen mit den USA

Kurz vor der Ankunft von US-Energieminister Chris Wright in Venezuela hat das Parlament des südamerikanischen Landes ein milliardenschweres Öl-Abkommen mit den USA gebilligt.

Mehr
Ärztepräsident kritisiert geplante Herz-Checks bei dm

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, warnt vor geplanten Herz-Kreislauf-Checks in dm-Drogeriemärkten. "Diagnostik hat in der

Mehr