Wirtschaft

Schnieder: Rentenpaket nicht einfach aufschnüren

  • dts - 9. September 2026, 13:01 Uhr
Bild vergrößern: Schnieder: Rentenpaket nicht einfach aufschnüren
Übergabe des Berichts der Alterssicherungskommission (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Mainz (dts Nachrichtenagentur) - Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und CDU-Landeschef Gordon Schnieder hat sich im schwarz-roten Reformstreit für Kompromisse ausgesprochen. Man müsse den Menschen signalisieren, dass man die Kritik verstanden habe und entsprechend nachjustieren, sagte er dem Fernsehsender "Welt".

Man müsse die Menschen mitnehmen und offen diskutieren. Er könne nicht sagen: "Wir machen das jetzt", sondern man müsse nachjustieren. Im Rentenpaket seien Punkte enthalten, bei denen es sich lohne, noch darüber zu ringen, zu streiten und zu sagen: "Da justieren wir um."

Die geplanten Reformschritte seien zwar grundsätzlich richtig, man müsse die Lohnnebenkosten senken und die Altersvorsorge absichern. Man müsse aber erklären, warum man sie tue und in welche Richtung. "Wir müssen erklären, warum wir sie tun, in welche Richtung wir sie tun. Und dass wir nicht einfach nur sagen, das Rentenpaket darf nicht mehr aufgeschnürt werden, sondern dass wir auch offen und ehrlich sagen: Wir sehen die Probleme." Man sehe die besonderen Erwerbsbiografien in Ostdeutschland und im Bereich der Minijobs, dass man nicht einfach alles gleichziehen könne. Dann müsse man sagen, dass man nachjustieren dürfe und darüber sprechen müsse. So nehme man auch die Menschen im Land mit.

Das könne nach dem Warnschuss von Sachsen-Anhalt verlorenes Vertrauen zurückbringen, hofft Schnieder. An Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz alleine könne man die schlechten Ergebnisse jedenfalls nicht festmachen. "Das ist zu kurz gesprungen und zu einfach, das auf eine Persönlichkeit jetzt zu fokussieren", sagte er. Sondern man seien alle gefordert, Bund, Bundesregierung, Land, alle in der CDU, um zu schauen, wie man das wieder hinkriege. Das sei keine Inschutznahme von Friedrich Merz, sondern es gehe darum, dass es nicht fair wäre zu sagen, einer sei an allem schuld. Es sei eine Mixtur, die sich seit vielen Wochen und Monaten anstaue. Daran müsse man gemeinsam arbeiten. Die Menschen erwarteten, dass man liefere, ohne Streit und Getöse.

Weitere Meldungen

Mängelquote bei Nutzfahrzeugen weiter auf hohem Niveau

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Gut jedes fünfte Nutzfahrzeug ist in den vergangenen zwei Jahren mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln bei der Hauptuntersuchung

Mehr
Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung

Die Umstellung der Wärmeversorgung von fossilen auf erneuerbare Energien erfordert hohe Investitionen - laut einer Untersuchung ist sie mit einem  Gesamtbedarf von 86 Milliarden

Mehr
Spritpreise steigen weiter

München (dts Nachrichtenagentur) - Die Spritpreise in Deutschland sind im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen. Laut der wöchentlichen Auswertung des ADAC kostete Super E10

Mehr

Top Meldungen

Analyse: Frauen zahlen höhere Zinsen für Kredite als Männer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Frauen sind bei der Kreditvergabe gegenüber Männern oft im Nachteil. Sie zahlen höhere Zinsen, bekommen kleinere Darlehen und werden häufiger

Mehr
EU-Pläne zur Regulierung von Airbnb stoßen auf Skepsis

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Pläne der EU-Kommission zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb stoßen auf Vorbehalte beim Deutschen

Mehr
Washington: Chinas Unternehmen kopieren "systematisch" KI-Modelle aus den USA

Vor einem möglichen Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington hat die US-Regierung chinesischen Unternehmen erneut vorgeworfen, sie würden für ihre

Mehr