Wegen wiederholter antisemitischer und menschenverachtender Videos im Internet samt Gewaltaufrufen ist ein 71-Jähriger vom Landgericht München II zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde am Mittwoch wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der vorbestrafte 71-Jährige hatte bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Videos eine vierjährige Haftstrafe verbüßt.
Nach seiner Haftentlassung verbreitete der Rentner laut den Feststellungen des Gerichts ab November 2022 erneut hasserfüllte Inhalte über Videos und Livestreams. Schon seit 2010 folge der Mann Verschwörungstheorien, die für Ungerechtigkeiten in der Welt die jüdische Bevölkerung verantwortlich mache.
In seinen Videos habe er unter anderem die nationalsozialistische Gewaltherrschaft verherrlicht, den Hitlergruß gezeigt und Hakenkreuze verwendet. Zudem habe er zu Gewalt gegen Juden, Migranten und Transmenschen aufgerufen und die Shoah unter anderem als "Holowitz" bezeichnet.
Auch habe er einen Massenmord an anderen Menschen gefordert. Die Videos erlangten zwar nur eine geringe Reichweite, seien aber im hohen Maße geeignet gewesen, den öffentlichen Frieden zu gefährden, befand das Gericht.
Der 71-Jährige räumte die Vorwürfe laut Gericht allesamt ein, wobei er weder Reue noch Schuldeinsicht äußerte. Vielmehr habe er während des Verfahrens weitere neue Straftaten begangen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Verteidigung und Generalstaatsanwaltschaft können Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.
Brennpunkte
Erneut antisemitische Hetze verbreitet: Sieben Jahre Haft für Rentner in München
- AFP - 23. September 2026, 16:19 Uhr
Wegen wiederholter antisemitischer Videos im Internet ist ein 71-Jähriger vom Landgericht München II zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde unter anderem wegen Volksverhetzung schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.
Weitere Meldungen
Der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene "Friedensrat" hat einen milliardenschweren Wiederaufbauplan für den Gazastreifen vorgestellt. Das am Mittwoch in New York
MehrDie CDU hat eine Beobachtung des Berliner Landesverbands der Linken durch den Verfassungsschutz ins Spiel gebracht. Wegen Clan-Kontakten von Linken-Politikern und antisemitischen
MehrBundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erhofft sich von einer in Kürze erwarteten Studie zu sexualisiertem Fehlverhalten in der Bundeswehr einen besseren Opferschutz.
MehrTop Meldungen
Hannover (dts Nachrichtenagentur) - Vertreter von Volkswagen, IG Metall und Betriebsrat treffen sich am 30. September in Hannover zu einem Überprüfungsgespräch über den
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Constanze Janda, Co-Vorsitzende der Rentenkommission, hält die Empfehlung zur Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren für
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung hat einen nationalen Fahrplan zum Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle im Kabinett verabschiedet. Spätestens bis 2045 will
Mehr














