Politik

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

  • AFP - 2. Oktober 2026, 20:33 Uhr
Bild vergrößern: Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen
Soll neuer "KI-Zar" werden: Jay Clayton
Bild: AFP

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zum neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Medien berichteten heute, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze ernennen.

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Clayton ist seit August Direktor der nationalen Geheimdienste (DNI). Er koordiniert in diesem Amt die Arbeit der insgesamt 18 US-Geheimdienste, zu denen der Auslandsnachrichtendienst CIA und die Bundespolizei FBI gehören. 

Darüber hinaus könnte er den Berichten zufolge Trumps Sonderbeauftragter für "Superintelligenz" werden, wie der Präsident KI nennt. Trump hatte die Neubesetzung des Postens im vergangenen Monat angekündigt und dazu erklärt: "Nur Personen mit hohem IQ brauchen sich zu bewerben!"

Clayton würde mit gut sechsmonatigem Abstand David Sacks nachfolgen, der bis Ende März Trumps "KI-Zar" war. Der Risikokapitalgeber Sacks legte den Posten Ende März nach rund vier Monaten nieder, weil Sonderbeauftragte der Regierung maximal 130 Tage im Amt sein dürfen.

Clayton ist Jurist und hat keine Erfahrungen in der Technologiebranche und mit KI. Er gilt aber als langjähriger Gefolgsmann von Trump. Er war vor seiner Nominierung als Geheimdienstdirektor als Bundesanwalt im südlichen Bezirk von New York tätig. In Trumps erster Amtszeit war Clayton Chef der US-Börsenaufsicht SEC.

Seine mögliche Ernennung fällt in eine Zeit zunehmender Warnungen vor den Risiken von KI. US-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI sprachen sich für eine langsamere Entwicklung aus, nachdem KI-Systeme in mehreren Fällen aus ihrer Testumgebung ausbrachen und etwa Regierungssysteme hackten.

Ungeachtet dessen lehnt Trump eine staatliche Regulierung von "Superintelligenz" ab und setzt auf Selbstkontrolle der KI-Branche. Dazu hatte er am Dienstag bei einem Treffen mit Tech-Chefs eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Vor den wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress Anfang November spielt das Thema in den USA eine große Rolle: Viele Wählerinnen und Wähler stehen der KI-Entwicklung skeptisch gegenüber und befürchten weitreichende gesellschaftliche Umwälzungen wie etwa Jobverluste.

Weitere Meldungen

Bundespräsident Steinmeier reist am Donnerstag zu Staatsbesuch nach Frankreich

Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron reist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Frankreich. Der

Mehr
Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und

Mehr
Feierlichkeiten zu Tag der Deutschen Einheit in Bremen begonnen

In Bremen haben am Freitag die dreitägigen Feierlichkeiten zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit begonnen. Bis zum Sonntag gibt es in der Bremer Innenstadt und an der Weser

Mehr

Top Meldungen

SPD nimmt Reiche bei Galeria-Insolvenz in die Pflicht

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die erneute Insolvenz von Galeria setzt die Bundesregierung unter Druck. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf nimmt Bundeswirtschaftsministerin

Mehr
G7 geben Lagerbestände an Diesel und Rohöl frei

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben in einem virtuellen Treffen Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte beschlossen. Bis zu 100

Mehr
Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Länder haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der

Mehr