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Prozess zu Wohnhaus-Explosion in Paris mit vier Toten und 200 Verletzten begonnen

  • AFP - 20. Oktober 2026, 15:46 Uhr
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Explosionsort in der Pariser rue de Trévise im Januar 2019
Bild: AFP

Fast acht Jahre nach einer spektakulären Gasexplosion in einem Pariser Wohnhaus mit vier Toten und 200 Verletzten hat am Dienstag in Paris der Prozess gegen die Stadt Paris und die Hausverwaltung begonnen.

Fast acht Jahre nach einer spektakulären Gasexplosion in einem Pariser Wohnhaus mit vier Toten und 200 Verletzten hat am Dienstag der Prozess gegen die Stadt- und die Hausverwaltung begonnen. Ihnen wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen. Nach Ansicht von Experten hatte die Stadtverwaltung einen Schaden im Bürgersteig ignoriert, der letztlich zum Bruch einer Gasleitung führte, was das Unglück auslöste. 

"Der Prozess muss die Wahrheit bringen. Ich will wissen, was am 12. Januar 2019 passiert ist", sagte die Italienerin Angela Grignano, die in Frankreich eine Tanzausbildung begonnen hatte, bevor sie durch die Explosion ein Bein verlor. 

Bei dem Prozess haben sich 200 Nebenkläger gemeldet. Das Verfahren ist auf sieben Wochen angelegt. Rechtsanwältin Samia Maktouf, die etwa hundert Opfer vertritt, bedauerte, dass nur zwei Institutionen angeklagt seien, jedoch keine Einzelpersonen. "Es muss zwangsläufig einen Menschen geben, der Rechenschaft darüber ablegen sollte, was er getan oder unterlassen hat."

Die heftige Explosion hatte das Wohnhaus in der Rue de Trévise in der Nähe des Bahnhofs Gare de l'Est weitgehend zerstört und 15 weitere Häuser beschädigt. 

Zu den vier Toten zählten zwei Feuerwehrleute, die wegen des starken Gasgeruchs gerufen worden waren. Zudem starben eine 38 Jahre alte spanische Touristin, die drei Kinder hinterließ, sowie eine 28-jährige Frau, die direkt über dem Explosionspunkt wohnte. 

Die Hausverwaltung ist angeklagt, weil sie die Reparatur eines Abwasserkanals verzögert hatte. Dadurch war der Boden aufgeweicht worden, und der Bürgersteig sackte ein - was wiederum von der Stadtverwaltung zu lange ignoriert wurde. Dadurch brach eine unterirdische Gasleitung. 

Die Stadt Paris bekundete ihr Mitgefühl mit den Opfern. Sie wolle vor Gericht darlegen, dass es kein Versäumnis gegeben habe, teilten ihre Anwälte vor Beginn des Verfahrens mit. 

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