Brennpunkte

UNHCR: 250.000 Binnenflüchtlinge im Jemen seit August

  • AFP - 20. Oktober 2026, 16:17 Uhr
Bild vergrößern: UNHCR: 250.000 Binnenflüchtlinge im Jemen seit August
Geflohene im Jemen
Bild: AFP

Seit dem erneuten Aufflammen der Kämpfe im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 250.000 Menschen innerhalb des Jemen vertrieben worden.

Seit dem erneuten Aufflammen der Kämpfe im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 250.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden. Die Zahl beziehe sich auf den Zeitraum vom 1. August bis zum 17. Oktober, sagte der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, Matthew Saltmarsh, am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Das UNHCR sei "zutiefst beunruhigt angesichts der sich verschärfenden Lage" der Binnenflüchtlinge. 

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk verlangte derweil den unverzüglichen Zugang für Hilfslieferungen in die umkämpfte Stadt Tais. Die Blockade der einzigen Versorgungsroute in die drittgrößte Stadt des Jemen durch die pro-iranische Huthi-Miliz stelle eine große Gefahr für die Zivilbevölkerung dar, erklärte er. Humanitäre Hilfe müsse "umgehend" in die Stadt gelassen werde. 

Auch UNHCR-Sprecher Saltmarsh zeigte sich besorgt über die Lage in der gleichnamigen Provinz im Osten des Landes. Seinen Angaben zufolge fanden in der Region der Großteil der Vertreibungen statt, zugleich seien dort auch die meisten Binnenflüchtlinge aus anderen Regionen aufgenommen worden.

Der Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tarik Jasarevic, sagte, die "Intensivierung der Kämpfe, die massiven Vertreibungen und die Zunahme von Epidemien" übten zusätzlichen Druck auf ein "bereits überlastetes Gesundheitssystem" aus. Insbesondere die Region Tais befinde sich "in besonderer Gefahr", da den Krankenhäusern grundlegende Mittel zur Behandlung der Patienten fehlten. In den Flüchtlingslagern sei zudem ein starker Anstieg von Cholera-Erkrankungen verzeichnet worden.

Mit dem Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran Ende Februar ist auch der Konflikt zwischen den pro-iranischen Huthis und der jemenitischen Regierung wieder eskaliert. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt die jemenitische Regierung im Kampf gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz. 

Weitere Meldungen

65-Jährige an Strand in Südafrika von Hai getötet

Eine 65-jährige Frau ist an einem beliebten Strand in Südafrika von einem Hai angegriffen und tödlich verletzt worden. Der Angriff ereignete sich nach Behördenangaben am

Mehr
Henrichmann schließt Unruhestiftung durch "ausländische Kräfte" nicht aus

Angesichts der schweren Ausschreitungen in Frankreich schließt der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), gezielte Versuche "ausländischer

Mehr
Prozess zu Wohnhaus-Explosion in Paris mit vier Toten und 200 Verletzten begonnen

Fast acht Jahre nach einer spektakulären Gasexplosion in einem Pariser Wohnhaus mit vier Toten und 200 Verletzten hat am Dienstag der Prozess gegen die Stadt- und die

Mehr

Top Meldungen

Linke kritisiert Investitionspläne der Bauministerin

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Linksfraktionschef Sören Pellmann kritisiert die Pläne der Bundesregierung, den staatlichen Deutschlandfonds zur Auslösung privater

Mehr
Bericht: Kaum Spielraum für Senkung der Stromsteuer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die neue Steuerschätzung wird aller Voraussicht nach keinen Spielraum für eine Senkung der Stromsteuer für alle eröffnen. Das berichtet die

Mehr
Post erhöht Briefporto deutlich

Bonn (dts Nachrichtenagentur) - Die Deutsche Post will das Briefporto für Privatkunden zum 1. Januar 2027 deutlich erhöhen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wird der

Mehr