Wegen der teils gewalttätigen Proteste vom Wochenende kommt der französische Premierminister Sébastien Lecornu am Mittwoch mit führenden Gewerkschaftsvertretern zusammen. Lecornu werde Vertreter von fünf Gewerkschaften treffen, um über "Wege und Mittel zur Gewährleitung der grundlegenden Demonstrationsfreiheit" zu sprechen, hieß es in einem Schreiben an die Organisationen. Sophie Binet von der Gewerkschaft CGT sagte dem Radiosender RTL, Lecornu müsse auf die Forderungen der Gewerkschaften und jungen Demonstranten eingehen.
In Frankreich herrsche eine "berechtigte und massive Wut", betonte Binet. CGT ist eine der treibenden Kräfte bei den Protesten. Sie verlangt von der Regierung eine Heraufsetzung des Mindestlohns, an die Inflation angepasste Gehälter sowie mehr Mittel für Schulen und öffentliche Dienstleistungen.
Am Wochenende war es in Frankreich am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem zu massiven Ausschreitungen gekommen. Tausende Geschäfte wurden geplündert, Rathäuser und Polizeistationen angegriffen und mehrere Gebäude in Brand gesetzt. Als Reaktion darauf wurden am Montag in mehreren Großstädten nächtliche Ausgangssperren verhängt.
Die Gelbwesten-Bewegung, die ebenfalls an den Protesten am Wochenende teilgenommen hatte, erklärte derweil, dass sie bei den Behörden für kommenden Samstag offiziell einen Protestmarsch in Paris angemeldet habe, der an der symbolträchtigen Bastille starten soll. Weitere landesweite Proteste seien zudem für den 5. November geplant.
Lecornu hatte angesichts der geplanten neuen Gelbwesten-Proteste einen "massiven" Polizeieinsatz angekündigt. Seine Regierung räumte zudem ein, bei den Protesten der vergangenen Tage die Kontrolle verloren zu haben.
Die Jugendproteste weiten sich derweil auf die Nachbarländer Italien und Belgien aus. Mehrere Länder, darunter Deutschland, die USA und China passten aufgrund der Lage ihre Reisehinweise für Frankreich an.
Brennpunkte
Gewalt bei Protesten in Frankreich: Lecornu trfft Gewerkschaftsvertreter
- AFP - 21. Oktober 2026, 12:19 Uhr
Wegen der teils gewalttätigen Proteste vom Wochenende kommt der französische Premierminister Sébastien Lecornu am Mittwoch mit führenden Gewerkschaftsvertretern zusammen. Die Gelbwesten-Bewegung meldete derweil offiziell neue Proteste für Samstag an.
Weitere Meldungen
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat ausländischen Staats- und Regierungschefs vorgeworfen, die gewalttätigen Proteste in Frankreich für ihren Wahlkampf zu
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Grünen-Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic fordert in der Debatte über den Hackerangriff auf die AfD Schritte zur Einleitung eines
MehrNach einer Explosion auf einem Betriebsgelände in Bochum hat die Polizei einen Toten entdeckt. Die Identität des Manns war noch unklar, wie die Polizei in der
MehrTop Meldungen
Die Frage, ob ein Verband von einem Geschäftsführer wegen der mutmaßlichen Täuschung von Verbrauchern Schadenersatz fordern kann, ist vom Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt
MehrBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat trotz verschiedener Probleme die Bedeutung intensiver Handelsbeziehungen zu China hervorgehoben. "Wir wollen fairen Handel mit China, keinen
MehrDie Schufa muss Verbraucher darüber informieren, wie ihr Schufa-Wert zustande gekommen ist - unter bestimmten Voraussetzungen. Welche das sind, hat am Mittwoch der
Mehr














