Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Im Zusammenhang mit den derzeit laufenden Gesprächen in Berlin und Sachsen-Anhalt über künftige Landesregierungen machen die Fraktionschefs von CDU und CSU in den Bundesländern Druck. Beiden Ländern drohen sie mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, sollte eine AfD-geführte Regierung in Sachsen-Anhalt oder eine rot-grün-rote Koalition in Berlin ein Regierungsprogramm beschließen, in dem Gesetze gegen das Grundgesetz verstoßen. Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf eine gemeinsame Erklärung.
Darin erklären die Fraktionsvorsitzenden von CSU und CDU in Niedersachsen, Bayern und Thüringen, Sebastian Lechner (Niedersachsen), Klaus Holetschek (Bayern) und Andreas Bühl (Thüringen), wer ein Bundesland regiere, sei an das Grundgesetz und damit an das Rechtsstaatsprinzip gebunden. Insbesondere "radikale oder extremistische Parteien" erhielten durch Wahlergebnisse "keinen Freibrief, verfassungsrechtliche Grenzen zu überschreiten".
Die drei Spitzenpolitiker führen als konkretes Beispiel die Sondierungsergebnisse der Linken, der Grünen und der SPD in Berlin an. Am Beispiel des Berliner Sondierungsergebnisses lasse sich ablesen, welche "Verfassungsverstöße" unter der Führung "radikaler Parteien" drohten: Haushalte, die durch "exorbitante Verschuldung" die "verfassungsmäßigen Grenzen der Schuldenbremse" überschritten, die Einführung eines "verfassungswidrigen Ausländerwahlrechts", ein Vergesellschaftungsgesetz, das die "verfassungsrechtlichen Anforderungen an Eigentumsschutz, Verhältnismäßigkeit und Entschädigung" ignoriere.
Auch das Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt enthalte verfassungswidrige Forderungen, allen voran die Abschaffung der Schulpflicht. "Egal in welchem Bundesland": Politische Mehrheiten und Wahlerfolge von "Radikalen und Extremisten" rechtfertigten keinen "Verfassungsbruch", heißt es in der Erklärung der Unionschefs.
Brennpunkte
Unions-Fraktionschefs drohen Berlin und Sachsen-Anhalt mit Klage
- dts - 28. Oktober 2026, 08:25 Uhr
.
Weitere Meldungen
Zwei Unbekannte haben den Ermittlungsbehörden zufolge versucht, in den berühmten Dresdner Zwinger einzubrechen. Zwei wahrscheinlich mit Einbruchswerkzeugen ausgerüstete Männer
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor den geplanten bundesweiten Demonstrationen der "Generation Z" am Samstag fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehr Unterstützung für
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Katharina von Schnurbein, sieht Deutschland in einer Vorreiterrolle im Kampf gegen
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Jobsicherheit ist für Studenten bei der Wahl des künftigen Arbeitsplatzes wichtiger als das Gehalt. Das geht aus der Studierendenstudie der
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Unternehmen in Deutschland spüren einer Umfrage zufolge bislang kaum Entlastungen durch den angekündigten Bürokratie-Abbau der
MehrBamberg (dts Nachrichtenagentur) - Die Mieten in Deutschland steigen in ländlichen Regionen teils stärker als in den Metropolen. Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk
Mehr














