Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit "Star Trek" und "X-Men" zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Stewart starb am Mittwoch in seinem Haus in Los Angeles nach einer "kurzen und heftigen" Erkrankung an Alzheimer und Lewy-Body-Demenz, wie es in einer am Donnerstag auf seinen Online-Accounts verbreiteten Erklärung hieß.
Der gebürtige Brite Stewart hatte schon als Jugendlicher in Theatergruppen gespielt, bevor er an die Schauspielschule nach Bristol ging. Für Rollen als romantischer Held war er wegen seiner frühzeitigen Kahlköpfigkeit nicht geeignet, stattdessen wandte er sich vor allem klassischen Rollen zu und wurde 1966 Mitglied der Royal Shakespeare Company, der er lange Jahre treu blieb.
Ab den 70er Jahren spielte Stewart auch in britischen Fernsehfilmen und -Serien mit, unter anderem ist er im beliebten Weihnachtsfilm "Der kleine Lord" als Stallmeister zu sehen. 1987 schließlich wurde er für die Rolle des Raumschiff-Kommandeurs Jean-Luc Picard in "Star Trek: The Next Generation" gecastet. Er verkörperte die Rolle über sieben Serien-Staffeln und in vier "Star Trek"-Kinofilmen. Neue Fans gewann Stewart ab dem Jahr 2000 durch seine Rolle als querschnittsgelähmter Gründer und Mentor einer Superhelden-Akademie in den Blockbuster-Filmen der "X-Men"-Serie und deren Ablegern.
Sein langjähriger Co-Star Hugh Jackman, der in den X-Men-Filmen die Rolle des Wolverine spielte, würdigte Stewart als "einen der Größten der Bühne und der Leinwand" und "großartigen Freund und Menschen". Auch die Marvel-Studios würdigten ihren Star: "Mehr als 25 Jahre lang hat er der Rolle Gewicht und Tiefe verliehen", hieß es in einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung. Als Professor Xavier habe Stewart "Fans rund um die Welt gewonnen und dazu beigetragen, das Superhelden-Geschichtenerzählen für immer zu verändern".
Neben seinen Film- und Fernsehrollen blieb Stewart dem Theater und Shakespeare stets treu. 2008 wurde er für seine Verkörperung des Macbeth mit einem Laurence-Olivier-Award ausgezeichnet, 2016 spielte er gemeinsam mit seinem guten Freund und "X-Men"-Gegenspieler Ian McKellen monatelang am Londoner West End im Stück "No Man's Land" von Harold Pinter.
Für seine Verdienste wurde Stewart 2010 von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Er hinterlässt seine Frau Sunny und zwei Kinder aus seiner ersten Ehe mit der Schauspielerin Sheila Falconer. Seine Angehörigen riefen dazu auf, für die Alzheimerforschung in den USA zu spenden. Er selbst hatte sich - geprägt von der Erinnerung an seinen Vater, der seine Mutter misshandelt hatte - als Schirmherr der britischen Refuge-Stiftung für den Kampf gegen häusliche Gewalt engagiert.
Stewarts letzter Film, der neue "Avengers: Doomsday" soll im Dezember in die Kinos kommen. Darin spielt Stewart ein letztes Mal den Professor Xavier aus den "X-Men"-Filmen.
Lifestyle
"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben
- AFP - 30. Oktober 2026, 07:48 Uhr
Er brillierte in Shakespeare-Dramen und gelangte mit den Serien 'Star Trek' und 'X-Men' zu Weltruhm - nun ist der Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben.
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