Der in den USA geborene Papst Leo XIV. hat nach Angaben des Vatikans seine Stimme bei den Kongresswahlen in seinem Heimatland per Briefwahl abgegeben. Der Pontifex habe "sein Wahlrecht als US-Bürger wahrgenommen", erklärte der Vatikan am Freitag. "Im Einklang mit dieser langjährigen Praxis bürgerlichen Engagements" habe der Papst "seinen Briefwahlzettel in Chicago eingereicht", hieß es weiter.
Es ist das erste Mal, dass bekannt wurde, dass ein Papst an einer politischen Wahl teilnimmt. Das Oberhaupt aller Katholiken weltweit glaube an "das Recht und die Pflicht der Bürgerinnen und Bürger, an demokratischen Prozessen teilzunehmen", erklärte der Vatikan weiter.
Der Papst ist in der Vergangenheit häufiger mit US-Präsident Donald Trump aneinandergeraten. Leo hat, wie sein Vorgänger Franziskus, wiederholt für Migranten Stellung bezogen und das rigorose Vorgehen gegen Einwanderer in den USA kritisiert. Trump kritisierte den Pontifex daraufhin im April als "schwach" bei der Kriminalitätsbekämpfung wie auch "schrecklich" in der Außenpolitik. Der Papst erklärte, er habe keine Angst vor Trump.
Kurz vor den Kongresswahlen am 3. November sind die Republikaner im Umfragetief. Sie könnten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und womöglich auch im Senat einbüßen. Meinungsforscher rechnen mit einem deutlichen Sieg der oppositionellen Demokraten.
Politik
Papst Leo XIV. hat seine Stimme bei den Kongresswahlen in den USA abgegeben
- AFP - 30. Oktober 2026, 15:47 Uhr
Der in den USA geborene Papst Leo XIV. hat nach Angaben des Vatikans seine Stimme bei den Kongresswahlen in seinem Heimatland per Briefwahl abgegeben. Es ist das erste Mal, dass bekannt wurde, dass ein Papst an einer politischen Wahl teilnimmt.
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