Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ruft die demokratischen Kräfte in Deutschland zu einem selbstbewussteren und offensiveren Umgang mit der Nationalhymne und den Nationalfarben auf. "Wir dürfen uns die Symbole dieses Staates nicht von Rechtsextremen nehmen lassen", sagte Pistorius den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Ich werbe dafür, diese Symbole offensiver anzunehmen."
Es sei "der pure Hohn", dass "ausgerechnet die AfD die Nationalfarben für sich benutzt und den Anspruch erhebt, die wahren Patrioten zu sein - obwohl ihr Programm nichts enthält, was diesem Land guttun würde", sagte der SPD-Politiker.
Die AfD sei seiner Ansicht nach schon allein wegen ihrer Putin-Nähe zutiefst unpatriotisch. Es seien vielmehr die vielen Demokraten in der Breite des Spektrums, die "für unsere Werte, für unser Grundgesetz und für die Freiheit eintreten", so Pistorius. Beim Umgang mit den staatlichen Symbolen dürfe man daher "keine falsche Scham" haben. "Wir sollten stolz damit umgehen."
Er selbst singe die Nationalhymne im Schnitt ein bis zweimal pro Woche bei Veranstaltungen der Bundeswehr, erzählte der Minister. Sein Plädoyer sei "nicht im Sinne von Hurra-Patriotismus" gemeint, "sondern in dem Sinne, dass die Demokratie, die wir haben, das Beste ist, was Deutschland in seiner Geschichte hervorgebracht hat". Und sie habe es "verdient, verteidigt und beschützt zu werden", so Pistorius.
Zu den offiziellen nationalen Symbolen der Bundesrepublik gehören im engeren Sinn die Bundesflagge in Schwarz-Rot-Gold, das Bundeswappen mit dem Bundesadler und die Nationalhymne.
Brennpunkte
Pistorius will Nationalsymbole nicht Rechtsextremen überlassen
- dts - 8. November 2026
.
Weitere Meldungen
Die Staatsanwaltschaft in Paraguay hat Anklage gegen den wegen eines schweren Bankenskandals abgesetzten Präsidenten Santiago Peña erhoben. Ein Richter ordnete am Samstag an,
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Richterbund befürchtet, dass die Justiz in Deutschland technologisch abgehängt wird. "Ohne maßgeschneiderte KI-Unterstützung
MehrBei dem Schusswaffenangriff in Krakau handelt es sich nach Angaben des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk um einen Akt des "Terrorismus". Es sei ein "grauenvolles
MehrTop Meldungen
Asuncion (dts Nachrichtenagentur) - Der Senat in Paraguay hat Präsident Santiago Pena infolge eines Bankenskandals des Amtes enthoben. Die Parlamentskammer ernannte daraufhin den
MehrBonn (dts Nachrichtenagentur) - Die CDU will den derzeitigen Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, für eine zweite Amtszeit vorschlagen. Das berichtet der
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) warnt vor den mutmaßlichen wirtschaftlichen Folgen der rot-grün-roten
Mehr














