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Staatsanwaltschaft in Paraguay erhebt Anklage gegen abgesetzten Präsidenten - U-Haft

  • AFP - 8. November 2026, 02:29 Uhr
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Santiago Peña
Bild: AFP

Die Staatsanwaltschaft in Paraguay hat Anklage gegen den wegen eines schweren Bankenskandals abgesetzten Präsidenten Santiago Peña erhoben. Ein Richter ordnete an, Peña in Untersuchungshaft zu nehmen.

Die Staatsanwaltschaft in Paraguay hat Anklage gegen den wegen eines schweren Bankenskandals abgesetzten Präsidenten Santiago Peña erhoben. Ein Richter ordnete am Samstag an, Peña in Untersuchungshaft zu nehmen. Auslöser der Krise waren Peñas Verbindungen zur Bank Ueno, die am Dienstag wegen Kapitalmangels von der Zentralbank unter Zwangsverwaltung gestellt wurde. Rund drei Millionen Kunden kommen seither nicht mehr an ihr Geld.

Die Staatsanwaltschaft wirft Peña Untreue und Misswirtschaft zum persönlichen Vorteil vor. Sie beantragte, das Vermögen des Ex-Präsidenten und das des ehemaligen Zentralbankchefs Carlos Carvallo, gegen den dieselben Vorwürfe erhoben werden, einzufrieren. Peña, der nach Angaben des Richters keine Erklärung abgeben wollte, hatte bis zum vergangenen Jahr Anteile an einer Unternehmensgruppe gehalten, welche die Ueno-Bank kontrolliert.

Der Bankenskandal betrifft Millionen Menschen. Fast die Hälfte der rund 6,4 Millionen Einwohner Paraguays hat ein Konto bei der Ueno-Bank. Auch zahlreiche Unternehmen, Rentenfonds und Behörden sind betroffen.

Wegen des Bankenskandals enthob der Senat Peña am Freitag des Amtes. Peña hatte am Donnerstag zunächst seinen Rücktritt angeboten. Das Parlament trieb stattdessen jedoch das Amtsenthebungsverfahren voran, mit dessen Ausgang der 47-Jährige seine strafrechtliche Immunität verlor. Bei einem freiwilligen Rücktritt wäre Peña Senator auf Lebenszeit geworden und hätte damit die Immunität behalten.

Peña war ein politischer Verbündeter der US-Regierung von Donald Trump.

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