Brennpunkte

Trotz Festnahme von Vertrautem: Nobelpreisträgerin Machado will nach Venezuela zurück

  • AFP - 9. Februar 2026, 21:38 Uhr
Bild vergrößern: Trotz Festnahme von Vertrautem: Nobelpreisträgerin Machado will nach Venezuela zurück
Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado
Bild: AFP

Trotz der erneuten Festnahme eines ihrer Vertrauten will die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado in ihre Heimat zurückkehren. Dies sagte die Oppositionspolitikerin in Washington der Nachrichtenagentur AFP.

Trotz der erneuten Festnahme eines ihrer Vertrauten will die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado in ihre Heimat zurückkehren. Die Festnahme von Juan Pablo Guanipa nur wenige Stunden nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis werde sie nicht von ihrem Vorhaben abhalten, sagte die Oppositionspolitikerin am Montag in Washington der Nachrichtenagentur AFP. "Das beeinflusst meine Rückkehr absolut nicht. Im Gegenteil."

"Ich habe ganz klar gesagt, dass es mein Ziel ist, so schnell wie möglich nach Venezuela zurückzukehren und die Venezolaner im demokratischen Übergangsprozess zu unterstützen", sagte Machado. Bei diesem Vorhaben bleibe es. Zuvor müsse sie aber "noch bestimmte Aufgaben" erledigen. "Sobald diese Ziele erreicht sind, werde ich nach Venezuela zurückkehren." Ein Datum für ihre geplante Rückkehr nannte die Friedensnobelpreisträgerin nicht.

Machados enger Mitstreiter Guanipa war am Montag festgenommen worden - nur einen Tag nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Zur Begründung gab die Staatsanwaltschaft an, dass der Oppositionelle gegen die Auflagen für seine Freilassung verstoßen habe.

Nach seiner Freilassung am Sonntag hatte Guanipa die venezolanische Regierung in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP aufgerufen, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl von 2024 zu respektieren. Nach allgemeiner Einschätzung hatte damals der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia die Wahl gegen den linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro gewonnen. Von den Behörden wurde jedoch Maduro zum Sieger erklärt, die Opposition sprach von Wahlbetrug.

Maduro war am 3. Januar bei einem US-Militäreinsatz gefangen genommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Venezuelas neue Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat unter dem Druck der USA die Entlassung politischer Gefangener versprochen.

Weitere Meldungen

Buckelwal vor Insel Poel: Retter wollen mehr als hundert Meter lange Rinne graben

Im Fall des seit dreieinhalb Wochen in einer Bucht vor der Ostseeinsel Poel festliegenden Buckelwals setzt die private Rettungsinitiative nun auf einen mehr als hundert Meter

Mehr
Festnahme nach Explosion mit einem Toten und vier Verletzten im Saarland

Nach einer Explosion in einer Fußgängerunterführung im saarländischen Völklingen mit einem Toten und vier Verletzten haben Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Es

Mehr
Fabrikunfall in Hessen: Mitarbeiter starben an Schwefelwasserstoffvergiftung

Eine Woche nach einem schweren Arbeitsunfall in einer Lederfabrik im hessischen Runkel mit vier Toten steht die Todesursache fest. Die Mitarbeiter seien an einer

Mehr

Top Meldungen

Europäischer Gerichtshof: EU-Genehmigung für Lufthansa-Milliardenhilfen nichtig

Die Genehmigung der EU-Kommission für Milliardenhilfen des Bundes für die Lufthansa in der Corona-Pandemie ist nichtig. Das entschied am Donnerstag der Europäische Gerichtshof

Mehr
Medien: Minenräumung in Straße von Hormus könnte halbes Jahr dauern

Die Räumung von Seeminen in der Straße von Hormus könnte nach Einschätzung des US-Militärs einige Zeit dauern. Eine Einschätzung des Pentagons, über die am Mittwoch die

Mehr
Viele Unternehmen haben Frauenförderung organisatorisch verankert

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Viele Unternehmen in Deutschland haben Frauenförderung organisatorisch verankert. Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des

Mehr