Wirtschaft

Taiwans Präsident will stärkere Verteidigungskooperation mit Europa

  • AFP - 12. Februar 2026, 11:56 Uhr
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Taiwans Präsident Lai Ching-te
Bild: AFP

Taiwans Präsident Lai Ching-te hat angesichts der Bedrohung durch China eine stärkere Zusammenarbeit mit Europa in den Bereichen Verteidigung und Künstliche Intelligenz (KI) gefordert.

Taiwans Präsident Lai Ching-te hat angesichts der Bedrohung durch China eine stärkere Zusammenarbeit mit Europa in den Bereichen Verteidigung und Künstliche Intelligenz (KI) gefordert. "Ich möchte, dass Taiwan und Europa ihre Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie und Verteidigungstechnologie verstärken", sagte Lai am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. 

Taiwan ist einer der bedeutendsten Hersteller von Chips, die auch bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz eine wichtige Rolle spielen. Die selbstverwaltete Insel strebe an, "mit Europa bei der gemeinsamen Entwicklung von KI zusammenzuarbeiten", sagte Lai weiter. Ziel sei es, "eine Ära umfassender intelligenter Transformation einzuleiten", fügte der taiwanische Präsident in seinem ersten Interview mit einer internationalen Nachrichtenagentur seit seinem Amtsantritt 2024 hinzu.

China betrachtet das demokratische und selbstverwaltete Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischer Gewalt wieder mit dem Festland vereint werden soll. Taiwan ist mit den USA verbündet. Zuletzt kamen jedoch Zweifel an der Bereitschaft der USA auf, die Insel im Falle eines chinesischen Angriffs zu verteidigen. Taiwan hat seine Bemühungen zur Stärkung der Sicherheits- und Wirtschaftsbeziehungen zu seinem drittgrößten Exportmarkt Europa verstärkt. 

In Reaktion auf Lais Aussagen erklärte das chinesische Außenministerium, dass eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Europa als Mittel der Verteidigung der Insel zwecklos sei. Beim Streben nach Unabhängigkeit auf ausländische Unterstützung zu setzen und "Gewalt anzuwenden, um eine Wiedervereinigung zu verhindern", sei "reiner Wahnsinn und zum Scheitern verurteilt", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

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