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Kommission: Louvre-Diebstahl geht auf "systematisches Versagen" zurück

  • AFP - 19. Februar 2026, 16:27 Uhr
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Touristen am Louvre
Bild: AFP

Ein 'systematisches Versagen' der Leitung des Pariser Louvre-Museums war nach Ansicht einer parlamentarischen Untersuchungskommission mitverantwortlich für den spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl vom vergangenen Oktober.

Ein "systematisches Versagen" der Leitung des Pariser Louvre-Museums war nach Ansicht einer parlamentarischen Untersuchungskommission mitverantwortlich für den spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl vom vergangenen Oktober. "Der Diebstahl im Louvre war kein Unfall, er offenbart ein systemisches Versagen", sagte der konservative Abgeordnete Alexandre Portier, der die nach dem Diebstahl eingesetzte Untersuchungskommission leitet, am Donnerstag in Paris. 

"Es gibt eine Liste von Versäumnissen, die in anderen Ländern und Einrichtungen längst zu Rücktritten geführt hätten", fügte er mit Blick auf die von vielen Seiten angefeindete Museumsdirektorin Laurence des Cars hinzu. Des Cars hatte am Tag nach dem Einbruch ihren Rücktritt angeboten, was Kulturministerin Rachida Dati aber abgelehnt hatte. 

Der Louvre sei "wie ein Staat im Staat", kritisierte Portier. Das Museum werde verwaltet, "als ob es niemandem Rechenschaft über die Verwendung öffentlichen Gelds ablegen müsste", betonte er. 

Die Untersuchungskommission will in der kommenden Woche sowohl die Museumsdirektorin des Cars als auch Kulturministerin Dati anhören. Es wird damit gerechnet, dass Dati in Kürze ihren Posten räumt, da sie bei der im März anstehenden Gemeindewahl in Paris kandidiert. Bei den Anhörungen sollten den beiden auch "unangenehme Fragen" gestellt werden, sagte Portier. 

Er forderte das Kulturministerium auf, die Verwaltung des Louvre besser zu beaufsichtigen. Immerhin stamme etwa ein Drittel des Budgets des Museums, rund 300 Millionen Euro, aus öffentlichen Mitteln. Portier bedauerte, dass der Louvre seit dem Einbruch zahlreiche Werke einfach in Tresoren verstaut habe, anstatt die Ausstellungsräume besser abzusichern. 

Das Pariser Louvre-Museum ist seit dem Juwelendiebstahl immer wieder in negative Schlagzeilen geraten, unter anderem wegen mehrerer Wasserschäden, Streiks und dem Verdacht auf massiven Ticketbetrug mit einem Schaden in Höhe von zehn Millionen Euro. 

In der vergangenen Woche wurde durch ein Leck in einem Heizungsrohr ein Deckengemälde aus dem 19. Jahrhundert beschädigt, in unmittelbarer Nähe zum Ausstellungssaal der Mona Lisa.

Kurz zuvor waren neun Verdächtige festgenommen worden. Unter ihnen waren Reiseleiter, die pro Tag bis zu 20 Gruppen mit mehrfach benutzten Eintrittskarten ins Museum schleusten. Museumswächter sollen Bargeld angenommen haben, um auf Kontrollen zu verzichten. 

Im Oktober hatten vier Männer einen Teil der französischen Kronjuwelen im Materialwert von 88 Millionen Euro gestohlen. Die Beute wurde bis heute nicht gefunden. In den vergangenen Monaten wurde das Museum zudem mehrfach bestreikt. Die Gewerkschaften fordern unter anderem mehr Wachpersonal und das Angehen überfälliger Renovierungsarbeiten.

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