Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands im Iran-Krieg vor einer erneuten Eskalation und hohen weiteren Kosten für die deutsche Wirtschaft gewarnt.
"Der Waffenstillstand ist ein wichtiger erster Schritt, er bedeutet jedoch bei weitem noch nicht das Ende des Kriegs. Eine erneute Eskalation ist nicht unwahrscheinlich", sagte Fratzscher der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Für die Weltwirtschaft sind die schon jetzt entstandenen Kosten enorm und auch die offene deutsche Volkswirtschaft wird einen hohen Preis für den Konflikt tragen", warnte der DIW-Präsident.
Fratzscher forderte ungeachtet des Waffenstillstands direkte Finanzhilfen für die Bürger wegen der hohen Spritpreise. Direkte finanzielle Transfers wie eine Energiekostenpauschale - ähnlich wie sie 2022 umgesetzt wurde - seien das wirksamste Instrument, um Bürger "schnell, effektiv und sozial ausgewogen zu entlasten". Ein Tankrabatt dagegen wäre das Gegenteil - er erhöhe die Kosten für alle anderen und sei eine Umverteilung von Arm zu Reich, sagte Fratzscher.
"Die Politik sollte Menschen ermutigen, sparsamer mit fossilen Energieträgern umzugehen. Und die Bundesregierung sollte ein Tempolimit, autofreie Sonntage und einen stärkeren Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel in den Städten umsetzen. Auch eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel wäre ein kluges Instrument", so der DIW-Chef.
Brennpunkte
DIW-Präsident warnt vor erneuter Eskalation im Iran-Krieg
- dts - 8. April 2026, 10:43 Uhr
.
Weitere Meldungen
In Frankreich hat die Zahl der minderjährigen Prostituierten innerhalb von vier Jahren um gut 40 Prozent zugenommen. Im vergangenen Jahr erfassten die Behörden 704
MehrIn einem Prozess um einen Auftragsmord im Umfeld eines betrügerischen Onlinegeschäfts ist ein 62-Jähriger vom Landgericht Aachen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der
MehrNach einem Unfall durch sogenanntes Dooring in Sachsen-Anhalt ist eine 84-Jährige gestorben. Die Frau erlag ihren Verletzungen am Freitag, wie die Polizei Dessau-Roßlau
MehrTop Meldungen
Paris (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, befürchtet Diesel- und Kerosin-Engpässe in Europa. "Wenn sich die Lage nicht
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die von den Koalitionsfraktionen eingesetzte Task Force zur Entlastung bei den Spritpreisen wird angeforderte Prüfergebnisse der
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts der gestiegenen Benzin- und Energiepreise ruft der CDU-Sozialflügel die schwarz-rote Bundesregierung zu einem Entlastungssignal an
Mehr













