Brennpunkte

Libanesisches Gesundheitsministerium: Zwölf Tote bei israelischen Angriffen

  • AFP - 21. Februar 2026, 13:33 Uhr
Bild vergrößern: Libanesisches Gesundheitsministerium: Zwölf Tote bei israelischen Angriffen
Schwer beschädigte Gebäude im Dorf Benajel
Bild: AFP

Bei israelischen Angriffen sind nach libanesischen Angaben zwölf Menschen im Osten und im Süden des Libanon getötet worden. 24 Menschen seien verletzt worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium.

Bei israelischen Angriffen sind nach libanesischen Angaben zwölf Menschen im Osten und im Süden des Libanon getötet worden. 24 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium am Freitag. Die israelische Armee erklärte, die Angriffe hätten sich gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz und die mit ihr verbündete islamistische Hamas gerichtet. Am Samstag teilte die israelische Armee dann mit, acht Hisbollah-Mitglieder seien getötet worden.

Ein Hisbollah-Vertreter, der anonym bleiben wollte, bestätigte dies und sagte, bei dem Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes sei auch ein "Kommandeur" getötet worden. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP sah im Dorf Bednajel einen Bulldozer, der nach dem Angriff Trümmer beiseite räumte. Auch zwischen Rijak und Ali al-Nahri sei ein Gebäude in einem Wohngebiet zerstört worden.

Zuvor hatte die israelische Armee nach eigenen Angaben das größte palästinensische Flüchtlingslager im Süden des Libanon angegriffen, dabei seien zwei Hamas-Mitglieder getötet worden. Die Hamas sprach von "zivilen" Opfern.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnete die Angriffe als einen "eklatanten Aggressionsakt, der darauf abzielt, die diplomatischen Bemühungen" der USA und anderer Staaten zur Herstellung von Stabilität zu vereiteln. Anfang der Woche hatte die libanesische Armee verkündet, mit der zweiten Phase der Entwaffnung der Hisbollah begonnen zu haben.

Die libanesische Armee braucht nach Angaben der Regierung in Beirut mindestens vier Monate für die Umsetzung der zweiten Entwaffnungsphase im Süden des Landes. Dieser Zeitrahmen könne je nach "verfügbaren Kapazitäten, israelischen Angriffen und Hindernissen vor Ort verlängert werden", sagte der libanesische Informationsminister Paul Morcos am Montag.

Im vergangenen Monat hatte die libanesische Armee erklärt, die erste Phase der Entwaffnung der Hisbollah abgeschlossen zu haben. Diese deckt das Gebiet zwischen dem Fluss Litani und der israelischen Grenze rund 30 Kilometer weiter südlich ab. Die zweite Phase betrifft das Gebiet zwischen den Flüssen Litani und Awali, etwa 40 Kilometer südlich von Beirut.

Seit November 2024 gilt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon eine Waffenruhe. Die mit der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen verbündete Miliz hatte nach dem Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg eine zweite Front gegen Israel eröffnet. 

Die libanesische Regierung hat zugesagt, die Hisbollah vollständig zu entwaffnen. Israel macht die komplette Entwaffnung der Hisbollah zur Bedingung für ein vollständiges Ende seiner Angriffe auf Stützpunkte der Miliz im Süden des Libanon.

Weitere Meldungen

Strahlenschutzbehörde wappnet sich für kriegsbedingte Risiken

Salzgitter (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bereitet sich aktuell auch auf kriegsbedingte Risikoszenarien vor. "Unser Fokus hat sich verändert",

Mehr
BKA beobachtet veränderte Strategien von Kokain-Schmugglern

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hat vor einer wachsenden Kokainschwemme in Deutschland gewarnt und erklärt, dass

Mehr
Staatsanwältin: Weinstein hat Schauspielerin Jessica Mann ausgenutzt

Im neu aufgerollten Verfahren gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung hat die Staatsanwaltschaft geschildert, wie dieser seine Macht

Mehr

Top Meldungen

Bundesregierung einigt sich auf Notfallreform

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung hat sich auf eine Reform der Notfallversorgung geeinigt. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"

Mehr
"Entlastungsprämie" soll für Aufstocker nicht angerechnet werden

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die geplante steuerfreie Prämie in Höhe von bis zu 1.000 Euro für Arbeitnehmer soll von Arbeitgebern auch an Empfänger der geplanten

Mehr
Bundestagsfraktionen uneins über geplante Diäten-Erhöhung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die geplante Erhöhung der Abgeordnetendiäten stößt auf Kritik aus mehreren politischen Lagern. Von der Union wird die bestehende Regelung

Mehr