Wirtschaft

Elektroindustrie erreicht 2025 Exportrekord - deutlicher Anstieg zum Jahresende

  • AFP - 23. Februar 2026, 12:38 Uhr
Bild vergrößern: Elektroindustrie erreicht 2025 Exportrekord - deutlicher Anstieg zum Jahresende
Drohne
Bild: AFP

Die Unternehmen der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben im vergangenen Jahr so viel exportiert wie noch nie. Die Auslandslieferungen legten 2025 um 5,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 257,5 Milliarden Euro zu, wie der Branchenverband ZVEI.

Die Unternehmen der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben im vergangenen Jahr so viel exportiert wie noch nie. Die Auslandslieferungen legten 2025 um 5,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 257,5 Milliarden Euro zu, wie der Branchenverband ZVEI am Montag mitteilte. Demnach hatte es im Dezember einen starken Anstieg um 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahrsmonat gegeben.

"Ein hoher Zuwachs zum Jahresende", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. "Damit haben die wertmäßigen Branchenausfuhren 2025 insgesamt trotz eines wahrlich nicht leichten Jahres schlussendlich noch einen neuen Rekordwert erreicht."

Die Lieferungen in die USA gingen den Angaben nach "zoll- und wechselkursbedingt" um 3,0 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro zurück. Die Einfuhrzölle von US-Präsident Donald Trump sowie der schwache US-Dollar verteuern deutsche Produkte in den USA. Die Lieferungen nach China gingen noch stärker zurück - um 6,2 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro. Damit überholten die USA China als größten Exportabnehmer.

Die ausgebliebenen Lieferungen in die USA und nach China wurden laut ZVEI vor allem von anderen europäischen Ländern kompensiert: "So legten die Branchenexporte in die Niederlande 2025 um 7,3 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro zu und jene nach Frankreich um 4,8 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro." Bei den Lieferungen nach Polen "gab es einen zweistelligen Zuwachs um 17,7 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro".

Auch die Exporte in weitere europäische Länder stiegen teils deutlich, ebenso die Lieferungen nach Mexiko und Indien. "Bemerkenswert ist, dass die Elektroexporte im vergangenen Jahr in nahezu alle Top-20-Abnehmerländer zulegen konnten", erklärte Gontermann. "Die einzigen Ausnahmen bilden hier ausgerechnet die beiden größten Abnehmerländer: die USA und China."

Anfang Februar hatte der ZVEI bereits ein zum Jahresende deutlich gestiegenes Auftragsvolumen für seine Mitgliedsunternehmen und ein verbessertes Geschäftsklima zum Jahresbeginn gemeldet. "Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen im Januar 2026 wesentlich besser aus als noch im Dezember", erklärte Gontermann.

Weitere Meldungen

Neues Gesetz soll öffentliche Vergabeverfahren beschleunigen

Öffentliche Vergabeverfahren sollen einfacher und digitaler werden. Das sieht ein neues Gesetz vor, das am Donnerstag vom Bundestag beschlossen wurde. Nachweis- und

Mehr
Umfrage: Auto gewinnt an Beliebtheit - Jeder Dritte meidet Bahnfahrten

Bahnfahrten werden bei den Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern laut einer Umfrage zunehmend als unzuverlässig eingestuft. Inzwischen versuche mehr als jeder Dritte (35

Mehr
Hohen Zulassungszahlen im März - EU-Neuwagenmarkt im ersten Quartal stark

Nach einem vergleichsweise schwachen Start ins Jahr haben hohe Zulassungszahlen im März dem EU-Neuwagenmarkt ein unter dem Strich starkes erstes Quartal beschert. Gut 2,8

Mehr

Top Meldungen

Viele Unternehmen haben Frauenförderung organisatorisch verankert

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Viele Unternehmen in Deutschland haben Frauenförderung organisatorisch verankert. Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des

Mehr
RTL gibt nach Sky-Übernahme Abonnentenziel von 15 Millionen aus

Köln (dts Nachrichtenagentur) - RTL-Chef Thomas Rabe hat nach der Genehmigung der Europäischen Kommission für die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland ein

Mehr
Volkswagen senkt China-Ziele und will Exportgeschäft ausbauen

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) - Volkswagen korrigiert seine Erwartungen für das China-Geschäft deutlich nach unten und setzt stärker auf Exporte. Bis 2030 rechnet der

Mehr