Im Rechtsstreit um die Kostenübernahme für die Bestattung ihres Ehemanns hat eine Frau aus Nordrhein-Westfalen vom Bundessozialgericht grundsätzlich Recht bekommen. Der Wunsch von Ehepaaren, nebeneinander bestattet zu werden, kann bei einer sogenannten Sozialbestattung berücksichtigt werden, wie das Gericht in Kassel nach Angaben vom Freitag entschied. Denn die Ehe sei über den Tod hinaus durch das Grundgesetz geschützt. (Az. B 8 SO 8/24 R)
Das Ehepaar war mehr als 40 Jahre lang verheiratet. Es bezog Grundsicherung im Alter. Der Ehemann war jüdischen Glaubens. Nach seinem Tod ließ ihn die Witwe auf einem speziellen Gräberfeld des jüdischen Friedhofs bestatten. Es ist für Ehepaare gedacht, bei denen ein Teil - wie sie - nicht jüdischen Glaubens ist. Für sich selbst reservierte sie die Grabstätte daneben. Die gemeinsame Tochter übernahm die Reservierungskosten und die Hälfte der Bestattungskosten.
Die Witwe beantragte, dass das Sozialamt den Rest der Kosten übernimmt. Dieses wollte nur für eine Grabstätte zahlen, bei der nicht die Möglichkeit besteht, später nebeneinander bestattet zu werden - dafür sind die Kosten etwa halb so hoch. Das Landessozialgericht in Essen entschied aber, dass die kompletten Kosten übernommen werden müssten. Die Stadt Düsseldorf wandte sich an das Bundessozialgericht.
Dieses erklärte nun, dass die Kosten notwendig seien. Der Wunsch, nebeneinander bestattet zu werden, könne berücksichtigt werden - aber nur, wenn er tatsächlich realisierbar erscheine und die dadurch entstehenden Mehrkosten nicht unverhältnismäßig seien. Hier sei das der Fall.
Trotzdem muss das Landessozialgericht noch einmal verhandeln. Es muss die Erbreihenfolge prüfen. Denn das Sozialamt übernimmt die Kosten für eine Bestattung nur, wenn es den Erben nicht zugemutet werden kann, sie zu tragen.Â
Brennpunkte
Wunsch nach Doppelgrab für Ehepaar kann bei Sozialbestattung berücksichtigt werden
- AFP - 13. März 2026, 12:47 Uhr
Im Rechtsstreit um die Kostenübernahme für die Bestattung ihres Ehemanns hat eine Frau vom Bundessozialgericht grundsätzlich Recht bekommen. Der Wunsch, nebeneinander bestattet zu werden, kann bei einer Sozialbestattung berücksichtigt werden.
Weitere Meldungen
Nach einem mutmaßlich durch Treibstoffdiebe verursachten Leck an einer Dieselpipeline in Rheinland-Pfalz intensiviert die Polizei die Suche nach den Tätern. Die Maßnahmen
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fordert, möglichst schnell mit der Ausbildung von ukrainischen Soldaten an
MehrDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Lockern der Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA vor dem Hintergrund des Iran-Krieges scharf kritisiert. "Dies wird
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Politiker der schwarz-roten Koalition haben die Entscheidung der USA zu einer befristeten Lockerung von Handelssperren für russisches Öl scharf
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundesfinanzministerium von Lars Klingbeil (SPD) widerspricht Behauptungen, der Staat würde von den stark steigenden Spritpreisen
MehrBundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sich zurückhaltend zu den von den USA gelockerten Russland-Sanktionen geäußert. Die Lockerungen seien "auf wenige Mengen
Mehr














