Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nur drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs spüren deutsche Lebensmittelhändler die Folgen schon in den Umsätzen. Verunsichert durch steigende Energiekosten und drohende Preiserhöhungen kaufen die Verbraucher häufiger bei Discountern ein, zeigen Daten des Marktforschungsunternehmens Accurat, über die das "Handelsblatt" berichtet.
So konnten Aldi Süd und Aldi Nord ihren Anteil an den Kundenbesuchen in der Kalenderwoche 12, also ab dem 16. März, im Vergleich zu der Woche direkt vor Kriegsausbruch signifikant steigern. Aldi Nord legte um 0,7 Prozentpunkte zu, Aldi Süd sogar um einen ganzen Prozentpunkt. "Ein solcher deutlicher Ausschlag ist ungewöhnlich, das haben wir in der Vergangenheit so noch nicht beobachtet", sagte Maarten Vander Beken von Accurat.
Auch wenn die Prozentzahlen auf den ersten Blick gering wirken, kann eine solche Verschiebung des Einkaufsverhaltens deutliche finanzielle Auswirkungen haben. So setzen die Lebensmittelhändler in Deutschland im Jahr mehr als 200 Milliarden Euro um. Wenn ein Händler seinen Marktanteil um einen Prozentpunkt steigern kann, bedeutet das einen Mehrumsatz von zwei Milliarden Euro.
Die deutlichsten Verlierer sind den Daten zufolge die großen Supermarktketten. So ging der Anteil von Edeka an der Besucherzahl in der KW 12 im Vergleich zur Woche vor dem Krieg um 0,6 Prozentpunkte zurück, bei Rewe waren es sogar 0,7 Prozentpunkte. Auch Kaufland verlor 0,5 Prozentpunkte.
Wirtschaft
Folgen des Iran-Kriegs treiben Konsumenten zu Aldi
- dts - 27. März 2026, 12:00 Uhr
.
Weitere Meldungen
Köln (dts Nachrichtenagentur) - Nur vier Prozent der deutschen Betriebe planen, in den nächsten fünf Jahren neue Mitarbeiterwohnungen anzubieten. Das geht aus einer Studie des
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts explodierender Benzinpreise infolge von Iran-Krieg und Öl-Krise steigen viele Urlauber zu Ostern auf die Schiene um. Die Deutsche
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die deutsche Industrie steckt in einem tiefgreifenden Strukturbruch, doch von einer Deindustrialisierung kann nicht die Rede sein. Zu diesem
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die diskutierte Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel würde jeden Privathaushalt monatlich um einen niedrigen zweistelligen
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der einflussreiche Wirtschaftswissenschaftler und persönliche Berater von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil, Jens Südekum, warnt vor negativen
MehrKöln (dts Nachrichtenagentur) - Der Mindestlohn verfehlt einer Studie zufolge das Ziel, die Einkommensarmut in Deutschland zu verringern. Wie aus der Untersuchung des Instituts
Mehr














