Technologie

Mehrheit der Frauen fühlt sich nicht durchgehend respektiert

  • dts - 30. März 2026, 15:51 Uhr
Bild vergrößern: Mehrheit der Frauen fühlt sich nicht durchgehend respektiert
Drei junge Frauen in einem Park (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Mehr als jede zweite Frau in Deutschland fühlt sich im Umgang mit Männern nicht immer respektiert.

Wie eine von RTL und ntv in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage zeigt, geben 55 Prozent der Befragten an, sich im Alltag nur "meistens" respektvoll behandelt zu fühlen, weitere zehn Prozent sogar "selten". Lediglich 34 Prozent der Frauen berichten, sie würden "so gut wie immer" mit Respekt behandelt.

Positiver fällt die Einschätzung in festen Partnerschaften aus: 78 Prozent der Frauen fühlen sich von ihrem Partner "so gut wie immer" respektiert, 19 Prozent nur "meistens". Nur zwei Prozent berichten von seltenem respektvollem Verhalten.

Die Wahrnehmung der Geschlechter unterscheidet sich zudem stark: 77 Prozent der Männer glauben, dass Frauen sich von ihnen "so gut wie immer" respektiert fühlen, weitere 18 Prozent gehen von "meistens" aus. Dass Frauen sich selten respektiert fühlen, vermuten dagegen nur ein Prozent der Männer. Die Umfrage zeigt damit eine deutliche Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung von Frauen und Männern.

Der gesellschaftliche Umgang zwischen Männern und Frauen hat sich aus Sicht vieler Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren verschlechtert. Laut Forsa meinen 38 Prozent der Befragten, Männer verhielten sich heute weniger respektvoll gegenüber Frauen als noch vor zehn Jahren. Nur 23 Prozent sehen eine Verbesserung, während 35 Prozent keine wesentliche Veränderung erkennen.

Auffällig sind die deutlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Fast jede zweite Frau (48 Prozent) ist der Ansicht, dass das Verhalten von Männern respektloser geworden ist. Unter Männern teilt diese Einschätzung nur gut ein Viertel (27 Prozent). Stattdessen glauben 32 Prozent der Männer, dass sich der Umgang verbessert habe, und 39 Prozent sehen keine Veränderung.

Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet strengere Gesetze gegen digitale sexualisierte Gewalt. Laut der Umfrage halten 88 Prozent der Befragten es für richtig, die Herstellung und Verbreitung gefälschter pornografischer Aufnahmen künftig konsequent unter Strafe zu stellen. Nur sechs Prozent sprechen sich dagegen aus.

Besonders hoch ist die Zustimmung bei Frauen (93 Prozent), aber auch unter Männern gibt es eine deutliche Mehrheit (84 Prozent). Über alle Altersgruppen hinweg stößt eine Gesetzesverschärfung auf breite Unterstützung, mit Zustimmungswerten zwischen 85 und 92 Prozent.

Weitere Meldungen

CDU-Wirtschaftsrat kritisiert Energieeffizienz-Ziele

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Unmittelbar vor der geplanten Kabinettsbefassung zur Novelle des Energieeffizienzgesetzes warnt die CDU-nahe Interessensvertretung Wirtschaftsrat

Mehr
Steinmeier warnt vor KI-Missbrauch in der Politik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt vor einem missbräuchlichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Politik. Das berichtet der

Mehr
Sozialethiker warnt vor mehr Einsamkeit durch KI-Chatbots

Köln (dts Nachrichtenagentur) - Der Sozialethiker Elmar Nass warnt vor einem Anstieg der Einsamkeit durch KI-basierte Chatbots. "Ja, diese Gefahr sehe ich eindeutig. Wenn

Mehr

Top Meldungen

Rentenkommission erwartet schnelle Umsetzung von Reform

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Jörg Rocholl, Mitglied der Rentenkommission und Präsident der Berliner Wirtschaftshochschule ESMT, rechnet mit einer zügigen politischen

Mehr
Bundeskabinett beschließt Novelle des Energieeffizienzgesetzes

Das Bundeskabinett will in seiner Sitzung am Mittwoch ein Gesetz zur Energieeffizienz beschließen, das durch Abschwächung bisheriger Vorschriften die Wirtschaft entlasten soll.

Mehr
Linke lehnt Kapitalrente als "Zwangsspekulation" ab

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorsitzende der Linkenfraktion im Bundestag, Heidi Reichinnek, lehnt die von der Rentenkommission vorgeschlagene Kapitaldeckung in der

Mehr