Die Zahl der von Armut bedrohten Mieterinnen und Mieter ist weiter angestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die das BSW erfragte und die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlagen. Demnach stieg die Armutsquote von Mieterinnen und Mietern von 22,4 Prozent im vergangenen Jahr auf 23,6 Prozent im Jahr 2026 an. 2024 hatte sie noch bei 20,4 Prozent gelegen.
"Die Miete wird immer mehr zum Armutsrisiko", sagte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht der Nachrichtenagentur AFP dazu. "Wenn inzwischen fast jeder vierte Mieter von Armut bedroht ist, dann ist das ein Armutszeugnis für die Wohnungspolitik der letzten Jahre." Die Bundesregierung sei ein "mietenpolitischer Totalausfall".
Wagenknecht forderte "einen bundesweiten Mietendeckel": In Regionen, in denen es nicht mehr möglich sei, sich mit normalem Einkommen adäquaten Wohnraum zu leisten, sollten die Mieten in den nächsten fünf Jahren eingefroren werden. Zudem müssten größere Teile des Wohnungsmarktes den Regeln der Gemeinnützigkeit unterworfen und der Wohnungsbau durch zinsvergünstigte Kredite gefördert werden.
Politik
Zahl der von Armut bedrohten Mieter weiter angestiegen
- AFP - 8. April 2026, 06:01 Uhr
Die Zahl der von Armut bedrohten Mieterinnen und Mieter ist weiter angestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die das BSW erfragte.
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