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Pariser Bürgermeister will sexuellen Missbrauch von Kindern bekämpfen

  • AFP - 14. April 2026, 12:01 Uhr
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Emmanuel Grégoire
Bild: AFP

Der neue Pariser Bürgermeister will sexuellen Missbrauch von Grundschulkindern in der städtischen Nachmittagsbetreuung bekämpfen. Der Stadtrat verabschiedete in einer Sondersitzung am Dienstag einen Aktionsplan, der 20 Millionen Euro umfasst.

Der neue Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire will nach diversen Vorfällen sexuellen Missbrauch von Grundschulkindern in der städtischen Nachmittagsbetreuung bekämpfen. Der Stadtrat verabschiedete in einer Sondersitzung am Dienstag einen Aktionsplan, der 20 Millionen Euro umfasst - insbesondere für eine Mindestausbildung der Betreuer. In Paris sind seit Beginn des Jahres 31 Mitarbeiter der  Nachmittagsbetreuung für Schulkinder wegen des Verdachts sexueller Übergriffe suspendiert worden. 

Die Betreuung von Grundschulkindern während der Mittagspause und nach der Schule wird in öffentlichen Schulen zum großen Teil von den Kommunen organisiert. In den vergangenen Monaten wurden in Paris immer mehr Verdachtsfälle bekannt. Viele Betroffene beschwerten sich, dass ihre Warnhinweise nicht ernst genommen worden seien. In manchen Fällen wurden Betreuer unter Missbrauchsverdacht einfach an eine andere Grundschule versetzt. 

Als Grundproblem gilt die mangelnde Qualifizierung und Kontrolle der Betreuer, die keinerlei Berufsabschluss haben müssen. Die Stellen sind schlecht bezahlt, die meisten Betreuerinnen und Betreuer haben lediglich Zeitverträge. Grégoire hatte bereits angekündigt, dass alle städtischen Angestellten, die sich um Grundschulkinder kümmern, von September an eine zweitägige Grundausbildung erhalten sollen. 

Künftig sollen Eltern zudem besser informiert werden, an wen sie sich bei Verdachtsfällen wenden können. Der Vorschlag der konservativen Republikaner, Grundschulen mit Überwachungskameras auszustatten, fand zunächst keine Mehrheit. 

Am Dienstag demonstrierten etwa 100 Betreuerinnen und Betreuer vor dem Pariser Rathaus, um bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. "Es gab schöne Wahlversprechen, aber wir brauchen auch entsprechende Mittel, um die Betreuung zu organisieren", sagte der Gewerkschaftsvertreter Nicolas Léger.

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