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Backhaus erlaubt privaten Rettungsversuch für gestrandeten Buckelwal

  • AFP - 15. April 2026, 15:43 Uhr
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Wal in Wismarer Bucht
Bild: AFP

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat einen privaten Rettungsversuch für den vor der Insel Poel festliegenden Buckelwal erlaubt. Die Behörden segneten demnach ein von einer Unternehmerinitiative vorgelegtes Konzept ab.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat einen neuen privaten Rettungsversuch für den vor der Insel Poel bei Wismar festliegenden Buckelwal erlaubt. Die zuständigen Behörden hätten ein von einer Initiative um einen Unternehmer und eine Unternehmerin vorgelegtes Konzept geprüft und abgesegnet, sagte Backhaus am Mittwoch in Schwerin. Vorgesehen ist demnach eine schonende Walrettung mit Luftkissen und Pontons, um den Wal in die Nordsee oder bis in den Atlantik zu bringen.

Die Verantwortung für das Projekt liege ausschließlich bei der privaten Initiative, betonte Backhaus. Die Behörden würden es aber begleiten und auf die Einhaltung tierschutz- und umweltschutzrechtlicher Vorgaben achten. Das Tier sei nach wochenlangem Aufenthalt und vier Strandungen in der Ostsee weiter "in schwierigem Zustand" und nach allen bekannten Informationen "sicher schwer krank". Er habe aber immer gesagt, das nach allen gangbaren "Lösungen im Sinn des Tiers" gesucht werden solle.

Der Buckelwal war mehrere Wochen durch die Ostsee außerhalb seines angestammten Lebensraums geirrt und liegt inzwischen seit rund zwei Wochen vor der Insel Poel vor der mecklenburg-vorpommerschen Küste. Überlegungen, den Wal noch lebend zu bergen und in die Nordsee zu bringen, schlossen Experten zusammen mit Backhaus vor einigen Tagen eigentlich endgültig aus. Sie sahen keine realistischen Erfolgschancen dafür.

Mit dem am Dienstag und Mittwoch von der Initiative vorlegten Plänen gebe es nun "eine neue Situation", sagte Backhaus. Das vorgeschlagene System aus Luftkissen und Pontons stelle einen neuen Ansatz dar. Das Konzept sei von Experten auf Behördenseite umfassend auf technische, veterinärmedizinische und tierschutzrechtliche Aspekte geprüft und nach einigen Nachbesserungen akzeptiert worden. Es sei mit den Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes vereinbar und stelle "eine Chance" dar.

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