Dresden (dts Nachrichtenagentur) - Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen haben am Mittwoch in Zusammenarbeit mit der Steuerfahndung Leipzig und weiteren Stellen 52 Objekte in acht Bundesländern durchsucht. Das teilten die Staatsanwaltschaften Leipzig und Chemnitz mit. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und gewerbsmäßiger Hehlerei im Palettenhandel.
Im Fokus der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Leipzig stehen fünf syrische Beschuldigte aus Leipzig, denen vorgeworfen wird, über verschiedene Firmen in Sachsen und anderen Bundesländern unvollständige oder unrichtige Angaben gegenüber den Finanzbehörden gemacht zu haben. Der dadurch entstandene Steuerschaden wird auf etwa 1,7 Millionen Euro geschätzt.
Parallel dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft Chemnitz gegen einen 29-jährigen syrischen Beschuldigten aus Leipzig wegen gewerbsmäßiger Hehlerei. Er soll auf seinen Palettenhöfen in Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt Pfandgut angekauft und veräußert haben, obwohl er wusste, dass diese aus Straftaten stammten. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 500.000 Euro. Im Zuge der Maßnahmen wurde ein Haftbefehl vollstreckt und ein Arrestbeschluss über rund 500.000 Euro realisiert.
Die Maßnahmen erfolgten vor allem im Raum Dresden, Leipzig, Ostsachsen und Erzgebirge. Zudem wurden neun Objekte in Sachsen-Anhalt, vier Objekte in Thüringen, drei Objekte in Brandenburg, drei Objekte in Nordrhein-Westfalen sowie jeweils ein Objekt in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen durchsucht. Insgesamt waren mehr als 300 Beamte im Einsatz.
Brennpunkte
Großrazzia wegen Steuerbetrug und Hehlerei im Palettenhandel
- dts - 22. April 2026, 11:49 Uhr
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