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Teilnahme Israels: Mehr als 1100 Musikerinnen und Musiker fordern ESC-Boykott

  • AFP - 22. April 2026, 15:15 Uhr
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ESC-Logo an der Stadthalle in Wien
Bild: AFP

Mehr als 1100 Musikerinnen und Musiker fordern wegen der Teilnahme Israels einen Boykott des Eurovision Song Contest (ESC), darunter Stars wie Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters, Ex-Genesis-Frontmann Peter Gabriel und britische Band Massive Attack.

Mehr als 1100 Musikerinnen und Musiker fordern wegen der Teilnahme Israels einen Boykott des Eurovision Song Contest (ESC). Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern eines entsprechenden Aufrufs gehören auch Stars wie Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters, Ex-Genesis-Frontmann Peter Gabriel, die britische Band Massive Attack, der US-Rapper Macklemore und die nordirische Rap-Gruppe Kneecap.

Mehrere der bekannten Bands und Musiker, die den Aufruf  mit dem Titel "No Music For Genocide" ("Keine Musik für den Genozid")  unterstützen, beteiligen sich teilweise schon seit Jahren an Boykottaufrufen gegen Israel und israelfeindlichen Kampagnen. Gegen einen der Kneecap-Musiker ermittelte die britische Justiz etwa wegen Terrorvorwürfen, weil er sich bei einem Konzert in eine Fahne der libanesischen Hisbollah-Miliz gehüllt hatte.

Die Kampagne "No Music For Genocide" fordert nun einen Ausschluss des israelischen Fernsehsenders Kan vom ESC, weil dieser sich "an den von Israel begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit mitschuldig gemacht" habe. Der ESC werde zudem dazu genutzt, "den Völkermord, die Belagerung und die brutale militärische Besatzung" des Gazastreifens durch Israel "reinzuwaschen und zu normalisieren".

Wegen der Teilnahme Israels boykottieren in diesem Jahr die Niederlande, Spanien, Irland, Slowenien und Island den ESC. Damit schicken im Mai nur Sendeanstalten aus 35 Ländern Beiträge zur 70. Ausgabe des Musikwettbewerbs nach Wien. Es ist der umfassendste Boykott in der Geschichte des Wettbewerbs.

Anlass für die Debatte um Israels ESC-Teilnahme war der israelische Militäreinsatz im Gazastreifen als Reaktion auf den Angriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023.

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