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Sánchez: Angebliche US-Überlegungen für Nato-Rauswurf bereiten Spanien "keine Sorgen"

  • AFP - 24. April 2026, 14:00 Uhr
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Sánchez beim EU-Gipfel in Zypern
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Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat gelassen auf angebliche Überlegungen in der US-Regierung reagiert, sein Land wegen seines Widerstands gegen den Iran-Krieg aus der Nato auszuschließen. 'Spanien ist ein verlässliches Mitglied der Nato', sagte er.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat gelassen auf angebliche Überlegungen in der US-Regierung reagiert, sein Land wegen seines Widerstands gegen den Iran-Krieg aus der Nato auszuschließen. "Spanien ist ein verlässliches Mitglied der Nato, das all seine Verpflichtungen erfüllt", sagte Sánchez am Freitag beim EU-Gipfeltreffen in Zypern. "Also mache ich mir gar keine Sorgen", fügte er hinzu.

Die Bundesregierung stärkte Spanien den Rücken. Das Land sei ein verlässlicher Bündnispartner und es gebe keinen Grund, an seiner Nato-Mitgliedschaft zu zweifeln, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin.

Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni rief die Militärallianz zur Geschlossenheit auf. "Die Nato muss geeint bleiben. Ich glaube, dass dies eine Quelle der Stärke ist", sagte Meloni am Rande des EU-Gipfeltreffens in Zypern. "Wir müssen daran arbeiten, den europäische Pfeiler der Nato zu stärken (...), der eindeutig den amerikanischen Pfeiler ergänzen muss", fügte sie hinzu.

Zuvor hatte ein Medienbericht unter Berufung auf einen nicht genannten US-Regierungsvertreter für Aufsehen gesorgt. Demzufolge soll das US-Verteidigungsministerium in einer E-Mail Optionen zur Bestrafung von Nato-Verbündeten aufgeführt haben, die sich gegen den Iran-Krieg wandten, darunter den Rauswurf Spaniens aus dem Militärbündnis. Im Nordatlantikvertrag sind allerdings keine Bestimmungen zum möglichen Ausschluss eines Nato-Mitglieds enthalten. Sánchez sagte zu dem Bericht: "Wir arbeiten nicht auf Grundlage von E-Mails, sondern von offiziellen Dokumenten."

Der linksgerichtete Sánchez liegt seit längerem mit dem rechtspopulistischen US-Präsidenten Donald Trump im Clinch. Zuletzt zog Sánchez Trumps Zorn auf sich, weil sich Madrid weigerte, dem US-Militär im Iran-Krieg die Nutzung von Militärstützpunkten in Spanien für Angriffe zu erlauben. In der Folge drohte Trump Madrid damit, "den gesamten Handel" zwischen beiden Ländern einzustellen.

Mitte 2025 hatte sich der Sozialist Sánchez dagegen gesträubt, das von Trump gewünschte Fünf-Prozent-Ziel der Nato bei den Verteidigungsausgaben zu erfüllen. Als Vergeltung hatte Trump damals zusätzliche Zölle auf Produkte aus Spanien ins Spiel gebracht.

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