Gesundheit

Organisation warnt vor Krankheitsübertragung zwischen Tier und Mensch

  • AFP - 13. Mai 2026, 15:14 Uhr
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Tierarzt im Rinderstall
Bild: AFP

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Vor dem Hintergrund des Hantavirus-Ausbruchs hat die Weltorganisation für Tiergesundheit vor dem zunehmenden Risiko von Krankheitsübertragungen zwischen Tieren und Menschen gewarnt. Tiergesundheit und die Prävention von Pandemien tierischen Ursprungs seien "chronisch unterfinanziert", warnte die Organisation in ihrem am Mittwoch in Paris vorgestellten Jahresbericht. Rund 60 Prozent der bekannten menschlichen Infektionskrankheiten stammten von Tieren, betonte die Organisation. Von den in den vergangenen Jahrzehnten neu entdeckten Krankheitserregern, die Menschen betreffen, hätten sogar 75 Prozent einen tierischen Ursprung.

Zahlreiche Pandemien hätten ihren Ursprung in Störungen der Umwelt, etwa dem Abholzen von Wäldern oder dem Eindringen von Menschen in den Lebensraum von Tieren. Tierarten, die unter Stress gerieten, würden zu neuen Krankheitsquellen, beispielsweise Mücken, Nagetiere und Fledermäuse.

Der Jahresbericht umfasst den Zeitraum zwischen Januar 2025 und März 2026 und geht daher nicht auf die jüngsten Infektionen mit Hantaviren ein.  

Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit fließen nur etwa 0,6 Prozent der weltweiten Gesundheitsausgaben in Vorkehrungen, die die Übertragung von Krankheiten von Tieren auf Menschen verhindern können, darunter die Überwachung von Tierkrankheiten, tiermedizinisches Personal und Impfprogramme. Sie verweist auf das Beispiel der Tollwut, an der jährlich 59.000 Menschen sterben, obwohl dies leicht vermeidbar wäre - durch die Impfung von Tieren und Menschen. 

Auch Tierkrankheiten unter Nutztieren verursachen hohe Kosten: Nach Angaben der Organisation rechnen Viehhalter jährlich mit 20 Prozent Verlust infolge von Krankheiten. Zwischen Januar 2025 und März 2026 sind in 70 Ländern etwa 140 Millionen Tiere wegen der Vogelgrippe verendet oder gekeult worden. Die Lumpy-Skin-Krankheit, die Rinder befällt, ist 2025 erstmals in Europa aufgetreten. Etwa 3200 Herden waren betroffen, rund 7500 Tiere starben oder wurden getötet.

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