Finanzen

Dax legt zu - Handelsvolumen bleibt dünn

  • dts - 13. Mai 2026, 17:38 Uhr
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Frankfurter Börse (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Mittwoch hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.137 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Scout24 und Merck, am Ende SAP, Rheinmetall und FMC.

Die Rohstoffpreise seien weiter ein Bremsklotz für die globalen Aktienmärkte, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "So steigen sowohl die Ölpreise als auch die Preise für Kupfer weiter. Die Nachfrage aus den Technologiesektoren treibt hier den Preis. Ergebnis sind neue Rekordpreise für das Industriemetall."

Insgesamt betrachtet erwachse jedoch aus diesen Entwicklungen eine potenzielle Inflationsgefahr nicht nur für die USA, sondern vor allem für Europa. "Der alte Kontinent leidet aktuell mehr unter den anziehenden Rohstoffpreisen, als dass er davon profitieren könnte. Die USA können durch ihre hohen Exportaktivitäten bei den Energieträgern und den Industriemetallen einen Großteil der Risiken abfedern."

"Das Handelsvolumen im Dax bleibt trotz der geopolitischen Ereignisse und der Quartalszahlen in diesen Tagen insgesamt dünn", fügte Lipkow hinzu. Die Investoren trauten sich nicht aus der Deckung und warteten auf eindeutige Signale über Friedensverhandlungen im Nahen Osten. "Lediglich die Quartalsberichte der Dax-Konzerne sorgten heute für Kursbewegungen bei Einzeltiteln. So konnte die Aktie von Merck zeitweise über acht Prozent zulegen. Auch die Zahlen von Eon, Deutsche Telekom und Allianz wurden positiv aufgenommen." Weiterhin gefragt blieben die Halbleiterwerte und mit diesem Rückenwind konnte sich Infineon im Tagesverlauf an die Spitze vorarbeiten.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1713 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8538 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 107,50 US-Dollar; das waren 30 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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