Brennpunkte

Wirtschaftskrise in Kuba: Drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr

  • AFP - 18. Juni 2026, 04:15 Uhr
Bild vergrößern: Wirtschaftskrise in Kuba: Drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr
Reisende in Kuba
Bild: AFP

Infolge der tiefen Wirtschaftskrise in Kuba sind am Donnerstag drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr in Kraft getreten. Züge und Busse fahren deutlich seltener.

Infolge der tiefen Wirtschaftskrise in Kuba sind am Donnerstag drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr in Kraft getreten. Aus der Hauptstadt Havanna fahren statt bislang etwa drei Mal pro Woche nun nur noch alle 16 Tage Züge in Städte im Osten des kommunistischen Landes. Busse, die bislang mindestens einmal täglich in Provinzstädte fuhren, stehen nun nur noch drei Mal pro Woche bereit.

Der stellvertretende Verkehrsminister Luis Ladrón de Guevara hob hervor, dass für die Fahrten keine Reiseerlaubnisse nötig seien. Allerdings gelte ein System der Ticketvergabe nach Prioritäten. Reisen müssen demnach mindestens eine Woche vorher beantragt werden. 

Kuba steckt in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Der Karibikstaat leidet unter Stromausfällen und Treibstoffmangel. 

Das US-Militär hatte im Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht. Anschließend sorgte Washington dafür, dass Venezuela als der bis dahin wichtigste Öllieferant Kubas seine Lieferungen an den Karibikstaat einstellte. Dies verschärfte die Lage in dem Land nochmals drastisch.

Selbst in Havanna fahren praktisch keine Busse mehr im Nahverkehr, so dass die Menschen bei Temperaturen von fast 40 Grad zur Schule oder Arbeit laufen müssen. Benzin kostet auf dem Schwarzmarkt etwa acht Dollar (6,90 Euro) pro Liter.

Die nun in Kraft getretenen Einschränkungen von Zug- und Busverbindungen betreffen den staatlichen Verkehrssektor, auf den die meisten Kubaner angewiesen sind. Es gibt zwar weiterhin einige wenige privat betriebene Busse und Taxis, diese sind allerdings extrem teuer. Die Preise belaufen sich mitunter auf das 200-Fache der staatlichen Alternative.

Weitere Meldungen

SPD sieht offene Fragen bei Bundeswehreinsatz in Straße von Hormus

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD im Bundestag sieht bei dem geplanten Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus noch offene Fragen und pocht auf eine sorgfältige

Mehr
Polizei: Sieben Tote bei Bombenanschlag in Pakistan

Bei einem Anschlag mit zwei selbstgebauten Bomben im Nordwesten Pakistans sind nach Polizeiangaben sieben Menschen getötet worden. In der an Afghanistan grenzenden Provinz Khyber

Mehr
Trotz Waffenruhe: Libanesische Medien melden fünf Tote bei neuen israelischen Angriffen

Trotz der Einigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hat die israelische Armee nach Angaben aus Beirut neue Luftangriffe auf Ziele im Süden des Libanon

Mehr

Top Meldungen

GBA-Chef Hecken kritisiert Warkens Gesundheitspläne

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) von Krankenkassen, Kliniken und Ärzten, Josef Hecken, kritisiert die Pläne der

Mehr
Porsche will neues Sparpaket bis Juli beschließen

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Porsche-Vorstandschef Michael Leiters rechnet mit einem baldigen Abschluss der langwierigen Verhandlungen über ein zweites Sparpaket bei dem

Mehr
Arbeitgeber bei Rentenreform pessimistisch

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Kurz vor Veröffentlichung des Rentenkommissionsberichts am Dienstag schöpfen Deutschlands Arbeitgeber nur wenig Zuversicht, dass der

Mehr