Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundeswehr wappnet sich für russische Störaktionen aus dem Weltraum, die sich aktuell besonders gegen ihre Präsenz im Baltikum richten sollen. Deutschland stationiere gerade eine Panzerbrigade in Litauen, die navigieren, kommunizieren und aufklären können müsse, sagte Generalmajor Michael Traut, der Kommandeur des Weltraumkommandos der Bundeswehr in Uedem, dem "Tagesspiegel". Das funktioniere über weltraumgestützte Dienste - und die würden attackiert.
Die bereits beschlossenen Investitionen von 35 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 sind seiner Ansicht nach elementar, um solchen hybriden Angriffen zu begegnen. "Eine möglichst ungehinderte Nutzung des Weltraums und die Fähigkeit, einem Gegner die Nutzungen des Weltraums zu verwehren, sind unabdingbar für eine Kriegstüchtigkeit", so Traut mit Blick auf die künftige Einsatzbereitschaft. "Wenn wir das nicht machen, verlieren wir, und zwar sehr schnell."
"Sehr häufig" stecke Russland hinter den Störaktionen, die seine Einheit beobachte. "Wir denken, dass China so etwas ebenfalls kann, zurzeit aber keine Notwendigkeit dafür sieht." Beide Akteure demonstrierten derzeit, welche kinetischen und physischen Fähigkeiten sie im Weltraum hätten. Angesichts der Aktivitäten Moskaus im All könne man "sagen, dass Russland seine Schachfiguren in Position gebracht hat und auf den nächsten Zug der Nato wartet".
"Wir werden ein Netzwerk von mindestens 200 kleineren Satelliten für eine sichere staatliche Kommunikation aufbauen", sagte der Kommandeur zu den geplanten Anschaffungen, die dem etwas entgegensetzen sollen. "Wir werden russische Aufklärungssatelliten daran hindern können, von unseren Soldaten oder unserer Infrastruktur am Boden Bilder zu machen. "Dazu zählen unter anderem Laser und elektromagnetische Waffen.
Brennpunkte
Bundeswehr: Russland stört Litauen-Brigade aus dem All
- dts - 19. Juni 2026, 12:22 Uhr
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