Brennpunkte

Kiew: Fünf Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine und einen Schwarzmeerfrachter

  • AFP - 22. Juni 2026, 14:00 Uhr
Bild vergrößern: Kiew: Fünf Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine und einen Schwarzmeerfrachter
Soldaten mit Ausrüstung zur Drohnenabwehr in Kiew
Bild: AFP

Bei russischen Drohnenangriffen auf mehrere Regionen in der Ukraine sowie auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Angaben aus Kiew mindestens fünf Menschen getötet worden.

Bei russischen Drohnenangriffen auf mehrere Regionen in der Ukraine sowie auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Angaben aus Kiew mindestens fünf Menschen getötet worden. Ein Drohnenangriff habe ein unter der Flagge Panamas in Richtung Ukraine fahrendes Schiff getroffen, dabei sei ein Mensch getötet worden, erklärte der ukrainische Vize-Regierungschef Oleksij Kuleba am Montag im Onlinedienst Telegram. Acht weitere Seeleute seien von dem nicht mehr seetüchtigen Schiff gerettet worden. Bei weiteren Angriffen in den Regionen Sumy und Saporischschja seien insgesamt vier Menschen getötet worden.

Der Frachter "Victress" sei durch den Angriff in Brand geraten, teilte Kuleba mit. Bei dem Todesopfer handele es sich um den ägyptischen Koch des Schiffes. Demnach wurden in der Nacht zum Montag zwei weitere Schiffe unter den Flaggen von Belize und Palau von Russland angegriffen. Dabei sei jedoch niemand verletzt worden.

Die ukrainische Marine meldete "mehrere Verluste" bei dem Angriff auf die "Victress", auf der ein "großflächiger Brand" ausgebrochen sei. Demnach befanden sich an Bord neun Besatzungsmitglieder ägyptischer, türkischer und indischer Staatsangehörigkeit. "Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, dass Russland weiterhin gegen die Normen des internationalen Seerechts verstößt und eine Bedrohung für die zivile Schifffahrt darstellt", erklärte die ukrainische Marine im Onlinedienst Telegram.

Die ukrainischen Behörden meldeten zudem weitere russische Angriffe auf verschiedene Regionen der Ukraine: In der Region Sumy wurden örtlichen Behörden zufolge drei Menschen derselben Familie bei einem Drohnenangriff getötet. Drei weitere Familienangehörige seien verletzt worden.

In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurde eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet, wie der Regionalgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. Drei weitere Menschen wurden demnach verletzt.

In Russland lösten ukrainische Drohnenangriffe eine vorübergehende Schließung aller vier Moskauer Flughäfen aus, wie die Luftfahrtbehörden mitteilten. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Flugabwehr habe über Nacht landesweit 301 ukrainische Drohnen zerstört.

Nach einer Reihe von ukrainischen Angriffen auf Ziele der russischen Ölinfrastruktur setzte Russland am Sonntag den Verkauf von Treibstoff auf der von Moskau annektierten Halbinsel Krim aus. Am Montag gaben die örtlichen Behörden zudem bekannt, dass sie aufgrund der sich verschlechternden Lage Sommerreisen von Kindern auf die Krim abgesagt hätten.

Moskau und Kiew hatten in den vergangenen Monaten die gegenseitigen Angriffe verstärkt. Bemühungen um eine Beendigung des seit mehr als vier Jahren andauernden Kriegs unter Vermittlung der USA stocken. 

Weitere Meldungen

Rheinmetall offen für Kooperation mit Ukrainern

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Rund drei Monate nach den stark kritisierten Aussagen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger zur ukrainischen Drohnenindustrie sucht

Mehr
Taliban bauen diplomatische Präsenz in Deutschland aus - Hilfe bei Abschiebungen

Die international nicht anerkannte Taliban-Regierung in Afghanistan baut mit Billigung der Bundesregierung ihre inoffizielle diplomatische Präsenz in Deutschland aus. Die

Mehr
Vance: Iran lässt IAEO-Inspektoren wieder ins Land

Luzern (dts Nachrichtenagentur) - Nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance soll der Iran bei den Friedensverhandlungen in der Schweiz zugestimmt haben, Inspektoren der

Mehr

Top Meldungen

Philipp Nimmermann wird Bundesbank-Vorstand

Frankfurt (dts Nachrichtenagentur) - Philipp Nimmermann zieht in den Vorstand der Bundesbank ein. Der frühere Staatssekretär unter Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)

Mehr
Dröge sieht "Schieflage" bei Vorschlägen der Rentenkommission

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hält die Vorschläge der Rentenkommission für unausgewogen. "Wenn man sich alle Vorschläge der

Mehr
Mehr als jeder dritte Abgeordnete meldet Nebeneinkünfte

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Mehr als jeder dritte Bundestagsabgeordnete hat seit Beginn der Legislaturperiode bezahlte Nebentätigkeiten oder geldwerte Vorteile angegeben.

Mehr